Das Innviertler Haubenquintett – Iss Gutes und berichte darüber!

Ihr wisst’s ja, dass ich seit kurzem ein kleines Techtelmechtel mit dem Tourismusverband s’innviertel habe. Und wie das so ist in einer neuen Beziehung, gibt man sich erstmal besonders viel Mühe miteinander. Man putzt sich heraus, geht schön aus und zeigt sich von seiner Besten Seite. So halten wir es auch miteinander und deswegen durfte ich auch für EUCH beim Innviertler Haubenquintett dabei sein. Für alle, die das nicht kennen: Da kochen DIE  fünf attraktivsten Innviertler Haubenköche ein Menü für einen guten Zweck.

Heuer ging der Wahnsinnsbetrag von 10.000 Euro an MOKI Oberösterreich, einem Team von diplomierten Kinderkrankenschwestern, die Eltern dabei unterstützen, erkrankte Kinder zu Hause professionell und individuell zu pflegen. Eine sehr gute Sache, die das Geld dringend brauchen (Kontonummer auch nochmal ganz unten zu finden)!

Serviert haben an diesem Abend die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Andorf, schon liebe alte Bekannte von mir, die sehr professionell und geduldig an die Sache herangingen. Denn es hat schon alles ein wenig gedauert, bei diesem Dinner.

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Wie es bei mir und so Charity Veranstaltungen ist, hatte ich vorher irgendwie so eine Sperre: „da sind ja immer eh nur die, die glauben sie müssen sich darstellen, könnte anstrengend werden“. Ja mei, ich wurde – wie so oft in meinem Leben – eines Besseren belehrt. Wie es der Zufall nämlich wollte,  landete ich nach dem Sektempfang genau an dem Tisch, an dem auch die beiden Damen von MOKI – Die Geschäftsführerin Judith (links) und Heike (rechts), ihre Stellvertreterin – platziert wurden.

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Aber das war noch nicht alles. Mit an unserem Tisch waren auch noch die temperamentvolle Maria aus Colombia und Joanna, eine japanische Peruanerin. Ja, auch sowas kann einem im Innviertel passieren: Man stolpert in so eine Gesellschaft hinein, erwartet sich außer einem guten Essen nicht so wahnsinnig viel von dem Abend und erlebt dann ein Feuerwerk an Latina-Charme gemixt mit Sozialem Engagement und geht mit vier neuen Freundinnen im Adressbuch nach Hause. Ich habe lange schon nicht mehr so viel gelacht, so unterschiedliche neue Welten kennen lernen dürfen und mich so königlich amüsiert wie an diesem Abend im Future Dome beim Fill in Gurten. Gegessen hab ich natürlich auch großartig, um das ging’s ja eigentlich, also lasst uns mal das Menü Revue passieren:

Der erste Gang – Gerhard Janscha / Atmosphere

In der Speisekarte stand bei mir folgendes: Bio Kalb / Thunfisch Creme / marinierter Frühlingsssalat / Croutons / Parmigiano. „Was interessiert mich mein Gewäsch von gestern“ hat sich der Küchenchef vom Atmosphere wohl gedacht und hat halt ein Lachsforellentartar auf Salatbukett serviert. Zumindest, so wie ich das verstanden habe.

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Der zweite Gang – Dominik Bauböck / Gasthaus Bauböck

Als Zweiten Gang servierte der Gurtner Wirt Dominik Bauböck eine Ur-Kartottenessenz (ich hoffe, das war’s auch) mit einem Räucherforellen Ravioli auf einen Kohlrabisalat. Besonderer Hit: der Himberessig mit – ich glaube – Bärlauchöl zum Hineingießen in die Suppe. Ich liebe Bärlauch, muss aber dauern Bäuerchen machen davon. Macht mir aber nix, weil es so richtig fein war. Und so hübsch war es auch noch angerichtet, fast ein Kunstwerk.

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Der dritte Gang – Peter Reithmayr / Restaurant Aqarium

Vielleicht muss man es mir irgendwann einmal genauer erklären, warum man das Aqarium ohne „U“ schreibt, aber ob mit oder ohne „U“ – definitiv ein extrem geiler Scheiß, was der Typ da kocht! Es gab Saibling, (eine 😉 ) Erbse, fermentierten Rettich und Tapioka Chips. Super rund, super gschmackig und sau guat!

2017_04_mosauerin_Haubenquintett_15Der vierte Gang – Lukas Kienbauer / Restaurant Lukas

Lukas Kienbauer ist ja, so sagte man mir, der Shooting Star am Innviertler Himmel und scheint aktuell zu Recht fast alles abzuräumen was es abzuräumen gibt. Ja und seine „guade oide Kua“ war schon a richtig guade oide Kua – da passt halt wirklich einfach auch alles zamm so wie er’s auf den Teller bringt mit Zwiebel und Einkorn und einem feinen Sößchen.

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Der fünfte Gang – Florian Schlöglmann / Wirt z’Kraxenberg

Alles Schoki zur Nachspeise – ja da lachten die Frauenherzen an meinem Tisch, ob g’froren, bocha, cremig oder g’flämmt, da hat Herr Schlöglmann vom Wirt Z’Kraxenberg auf eine sichere Bank gesetzt. Es war richtig gut. Jetzt muss man zu der Aussage wissen, dass ich eigentlich keine Süße bin – also ich als nicht Nachspeisen Mensch muss wirklich sagen: es war wirklich richtig gut. Das ist ungefähr so, als würde man zu einem 105 Karäter sagt: nettes Steinchen.

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Mein sehr perönliches Fazit

Ich maße mir da jetzt echt nicht an, auch nur im Ansatz eine objektive Beurteilung des Menüs geben zu können – würde ich aber heute und hier zu einem persönlichen Ranking gezwungen werden, würde die ganz private mosauerin Hitliste so aussehen:

Platz 5: das Lachsforellentartar – weil ich das, ohne überheblich wirken zu wollen, auch daheim so hinbringe
Platz 4: die Variation der Schokolade – weil ich einfach keine Süße bin
Platz 3: die Suppe – weil sie richtig fein und rund und der Ravioli der Hammer war
Platz 2/1: und hier kann ich mich nicht entscheiden zwischen dem Saibling und der Kuh, beides hat mir gleich fantastisch, aber anders fantastisch geschmeckt, wobei vielleicht der Saibling einen Hauch vorne war, weil er einen Hauch mehr Frische und Frühling rübergebracht hat

Wie gesagt, alles rein persönlich und ohne den Anspruch auf die Wahrheit – denn eines muss uns klar sein: die Buben kochen schon alle wirklich richtig sauguat! Da kann dann nur mehr da mosauerin ihr Bradl a da Rein mithalten 😉

Nicht so getaugt hat mir an dem Abend die Wartezeit zwischen dem Saibling und dem Rind  – das war schon wirklich mühsam, so alt hätte man die Kuh dann auch wieder nicht werden lassen müssen, lieber Lukas 😉

Saufen für einen guten Zweck mochte ich immer schon, daher möchte ich auch noch den Wein zum Rind besonders erwähnen, der aus einem sozialen Projekt auf Mallorca stammt, bei dem Menschen mit geistiger Behinderung den Wein (mit)erzeugen. Gallinas y Focas nennt sich der Wein, was soviel wie Hühner und Seehunde bedeutet – Details zum Wein findet man auf Englisch (und Spanisch) auf der verlinkten Website.

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Trinken und Essen für den guten Zweck ist zwar toll, aber auch für die Romantik soll es ja angeblich förderlich sein, wenn man sich Zeit dafür nimmt. Also werd ich bald dafür auch was tun, mir den Mosauer schnappen und mit ihm demnächst wieder mal im Innviertel gut essen gehen. Vielleicht auch zu einem der allesamt excellent kochenden aber auch ausgesprochen hübschen fünf Innviertler Haubenköche. Das Auge isst ja bekanntlich mit…

An Guadn wünscht dawei
d’mosauerin

PS:  Das Spendenkonto von MOKI freut sich über Zuwachs: AT 42 3400 0001 0260 8925

 

 

 

 

 

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