A g’standens Innviertler Mannsbild hat ausgepopt

A g’standens Innviertler Mannsbild, des ist er zwar vielleicht optisch jetzt nicht auf den allerersten Blick, aber bringt er zumindest a g’standens Innviertler Kabarettprogramm zamm, daBerrer? Die Mosauerin hat es für Euch herausgefunden, denn sie hatte die große Ehre der Premiere des ersten Kabarettprogrammes des Sängers der entzückenden i-Tüpfe Rider beiwohnen zu dürfen. Und weil er jetzt nu amoi spüt, schreibt’s jetzt auch wie’s war. Damit ihr wisst, was da auf Euch zukommt…

Nicht nur, dass ich die Premiere besuchen durfte, ich durfte noch dazu in der ersten Reihe sitzen und quasi des Künstlers Angstschweiß hautnah miterleben – Vui exclusiv war es also für die Mosauerin da beim Kobleder in Großweiffendorf. Unter uns, aber verratets mich nicht, ich hab vorher gar net gewusst, dass es das überhaupt gibt, dieses Großweiffendorf. Wieder was gelernt. Dieses Mal: Auch hinter Aspach leben noch Menschen. Und das Bier kost‘ dort auch nicht viel.

Ausgepopt

Wenig Hemmungen hat man zwischen Mettmach und Waldzell auf alle Fälle mit der Namensgebung von Kabarettprogrammen (ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass der Titel „ausgepopt“ auf den kreativen Roo von den i-Tüpfe Ridern zurückgeht) und andere Lappalien wie Bühnengröße. Der DaBerrer hat es offenbar gerne klein und hyggelig, aber recht viel Platz braucht der Mann mit der Gitarre ja auch nicht und so reicht ihm auch das Setting Sessel&Mikrofon&Verstärker auf 1m² gut aus. Gott sei Dank spielt er alles auswendig, denn ein Notenständer wär sich nimma ausgegangen.

Zwecks da Kuitur sind die Büdln da heute ausnahmsweise im existentialistischem Schwarzweiß gehalten. Man will ja zumindest so tun, als könne man mit dem Intellektuellen aus Mettmach mithalten, so als einfache Landbloggerin. Und außerdem ist das Muster vom Sessel dann nicht so offensichtlich 80iger.

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So leer die Bühne vor dem sehnsuchtsvoll erwarteten Erscheinen vom daBerrer auch ist, so voll und heiß und gespannt, quasi schon überbrodelnd ist der Zuschauerraum gefüllt. Ausverkauft bis auf den letzten Platz, die Bude. Und bevor da wer auf blöde Ideen kommt, ich glaub wirklich nicht, dass die ALLE mit ihm verwandt waren.

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Kurz bevor die Halle der Raum aber überkocht, besteigt dann endlich daBerrer mit seiner namenlosen Gitarre die Bühne und beglückt die sehr wohlwollende Zuhörerschaft (also vielleicht doch Verwandtschaft?) mit einer recht abwechslungsreichen Mischung aus G’schichtln und umgetexteten Austropopliedern, die von Wolfgang Ambros bis zu den Liedern von dem anderen Typen reichen. Daher also der Name des Programms. Von angeblichen Stalkern bis hin zu seinen Erfahrungen mit dem ÖAMTC lässt uns daBerrer an seinem ausgesprochen harten Erwachsenwerden und Sein im Innviertel ausgiebig teilhaben und spart auch nicht mit kleinen Seitenhieben in die eine oder andere Richtung, die aber niemals besonders weit unter die Gürtellinie gehen. Witzige Pointen, überraschende Wendungen, daBerrer versteht es, sein Publikum formidabel zu unterhalten und die Zeit wie im Flug vergehen zu lassen. Unterbrochen wird die Abfolge an Liedern und Geschichten durch eine Pause in der der Künstler auch gerne für Selfies zur Verfügung steht.

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Ja und wie hats da g’foin?

Ja lieber daBerrer, es ist zwar mehr als fraglich, ob’s für eine internationale Karriere reichen wird, aber bis nach Mining kanntas se ausgehn für dich. 😉

Nein ernsthaft Leute, schaut’s Euch den Burschen an, solange er noch nicht die Olympiahalle in München füllt und die Ticketpreise auf 12 Euro explodieren – wann habt’s ihr auch sonst schon die Möglichkeit einen so vergnüglichen Abend in Großweiffendorf zu verbringen. Lang wird er dort nimma spielen können. Weil er so gut ist, nicht weil’s ihn ausse haun! Was Ihr schon wieder glaubts…

Alles in allem erlebt Ihr ein gelungenes Programm mit einer stärkeren 1. Hälfte, witzige Gschichteln, Songideen und Interpretationen. Und das sag ich jetzt nicht, weil er wirklich so ein fesches gstandenes Innviertler Mannsbild ist, wie er Kabarettprogramme macht.

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Naja, vielleicht doch a bissi. Aber da Roo ist netter. Und hat mehr Haare 😀

Und wenn I ma den daBerrer jetzt anschauen mag?

DaBerrer spielt, wegen der großen Nachfrage (wahrscheinlich will’s sei Verwandtschaft aus Henart, Schmoin und Saiga Hans jetzt doch auch noch anschaun) zwei Zusatzvorstellungen am 19. und 20.Mai jeweils um 19:30 Karten gibt’s um heiße 10€ bei allen Ö-Ticket Verkaufsstellen (Raibas, Maximarkt, Libro,…) bzw. hier alles weitere findet man auch beim Künstler himself

Vü Spaß wünscht
d’Mosauerin

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