XBike Maria Schmolln – Radeln für die Wadeln!

Ich vermeide ja gerne beides, Anstrengungen und Mühen. Und das X-Bike Rennen in Maria Schmolln klang auf jeden Fall mehr nach einem sowohl als auch als nach einem entweder oder. Also irgendwie nix für die Mosauerin. Aber es klang halt auch aufregend und außerdem haben die vom Tourismusverband gemeint, da soll ich unbedingt hin. Ja dann, mach ich das doch, aber leiden sollte bitte wer anderer für mich – und wer wäre mir da lieber als der Mosauer? Der ist nämlich super sportlich und es war nicht sein erstes Rennen – so war es ein leichtes ihn zu überreden, mein Reporter auf der Strecke zu sein.

Maria Schmolln ist ja nicht nur eine sehr heilige Gemeinde, fast bin ich geneigt zu behaupten sie wäre gebenedeit, sondern offenbar auch eine sehr gesunde Gemeinde. Das merkte man besonders an diesem Samstag, an dem der kleine Innviertler Ort von 127 leicht masochistisch veranlagten Radnarrischen heimgesucht wurde, um sich der 5,8km langen Strecke hinzugeben. Darunter eben auch der Mosauer.

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Der hübscheste Hintern im Feld 😉

Während der sich einradelte und die Strecke besichtigte, war die Mosauerin in Sachen eigener Dummheit unterwegs. Mir ist ja keine Peinlichkeit zu groß, um sie nicht auf dem Blog breitzutreten. Eine persönliche Glanzleistung meinerseits möchte ich Euch daher auch dieses Mal nicht vorenthalten. Natürlich war es mir klar, dass das Rennen am Samstag stattfindet. Natürlich war es mir klar, dass ich meine GUTE Kamera dafür brauchen werde. Natürlich habe ich den Akku am Vorabend gechecked und natürlich habe ich ihn in das Ladegerät gegeben und natürlich hab ich den Akku wieder in die Kamera gegeben bevor wir gestartet sind. Ich bin ja nicht blöd… Nur bin ich dann halt in Maria Schmolln, nach dem dritten Foto, als sich die Kamera von alleine ausgeschaltet hat (das war das gesunde Gemeinde Foto), draufgekommen, dass ich das Ladegerät vielleicht auch an der Steckdose anstecken hätte sollen. Großartige Leistung, nicht wahr?

Eine Lösung musste her. Nicht auf den Mund gefallen, fragte die Mosauerin den Menschen, der die Equipmentausgabe für den Staff machte (Es waren ca. 80 Personen für das Rennen am den Tag im Einsatz!) ob er nicht wen wüsste mit passendem Ladegerät. Wusste er nicht, informierte aber dann den Chef des Organisationskomitees. Der wiederum kam extra wegen mir in die Mehrzweckhalle (wie peinlich!!!) und beorderte dann auch noch den Fotografen her um zu helfen. Supernett von ihnen, alle sehr bemüht! Leider war aber kein Ladegerät aufzutreiben. Daher Mosauerin wieder ins Auto, heim, Ladegerät holen, wieder nach Schmoin und dort Akku laden.

Aber zurück zum Rennen selbst, das kurz nach meiner Wiederkehr auch schon begann. Und los geht’s: einitretn! (ich derrische Nudel hab den angeblichen Startschuss natürlich nicht mitbekommen und erst am voranfahrenden Moped bemerkt, dass es los geht…)

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Los geht’s!

Dass dieses Rennen für den Ort besonders wichtig ist, merkte man auch daran, dass die normale „Hauptkundschaft“ fromme KatholikInnen offenbar wirklich Nachrang hatten und brav auf die Radfahrer warten mussten, bis sie in den Klostergarten durften.

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Nur die, die warten kommen in den Garten

In der zweiten Runde sahen die meisten Radler noch recht ok aus, auch wenn es wirklich viel bergauf und bergab ging – für meine unsportlichen Empfindungen zumindest.

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Bergauf
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Bergab

Manche lächelten sogar noch beim Bergauffahren wie z.B. die fröhliche Nummer 132, der schließlich als 60. das Rennen beendete.

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Lächeln!
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Beißn!

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Natürlich gab es auch eine Verpflegungsstation für die sich schindenden Radler, die Wasserübergabe klappte mal mehr, mal weniger gut. Aber das is halt so.

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Duschen oder Trinken?

Für die Zuschauer gab es sowas ähnliches, halt nur mit bestem Innviertler Bier und für die Hungrigen gab’s auch Leberkaas-Semmal. Und das ist auch schon mein persönlicher Kritikpunkt, aber mehr dazu dann im Fazit.

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Trinken!

Irgendwann geht aber dann Gott-sei-Dank (wie passend für den Ort) auch das anstrengendste Rennen zu Ende und jemand gewinnt es. Ich glaube, es war der Typ rechts im Bild. Schlauer als alle anderen hat es aber die Nummer 151 gemacht (der Mann in der Mitte in gelb-grün). Um sich eine Runde Fahrt zu ersparen, hat er einfach vor der Ziellinie gewartet (!), bis der Sieger durch war. Was ihm dann auch den respektablen 21. Platz eingebracht hat, der erste mit 1 Runde Rückstand.

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Gewonnen!

Im Zielraum füllte es sich dann auch recht schnell mit allerlei glücklichen Finishern, darunter natürlich auch der Mosauer. Auch wenn ich mir kurz Sorgen gemacht habe, wie lange er mich für diese Qualen hassen würde…

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Hauptsache vorbei!
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Kuchen

Mittlerweile hat er mich aber bereits wieder verziehen (daran war vielleicht auch das attraktive Kuchenbuffet beteiligt, das nach dem Zieleinlauf gestürmt wurde) und mir Rede und Antwort gestanden. Daher gibt es jetzt als erstes das sportlich wahrscheinlich wertvollere…

Fazit vom Mosauer

Die Strecke war abwechslungsreich mit schnellen Stücken und technisch durchaus anspruchsvollen Passagen. Ein paar kurze Steilstücke sorgten dafür, dass sich die Oberschenkel nicht langweilten ;-).

Die S-Kurve am Hang im Wald war mit den vielen Wurzeln und dem lockeren Boden ein Zuschauermagnet und wurde von Runde zu Runde immer anspruchsvoller. Es kam vor mir öfters zu Stürzen und in der vorletzten Runde habe ich selbst eine Bodenprobe zum Glück ohne Blessuren genommen.

Bei Stürzen auf der Strecke wurde man als Nachkommender von den Streckenposten rechtzeitig informiert, damit es keine bösen Überraschungen gab.

Einen großen Dank für das unermüdliche Anfeuern durch die weiblichen Streckenposten, auch in der letzten Runde nach dem Zieleinlauf des Ersten. Da können sich ihre männliche Kollegen eine Scheibe abschneiden. Auch manche Zuschauer zeigten mit fortschreitendem Rennverlauf Ermüdungserscheinungen beim Anfeuern, ließen sich aber dann auf Zuruf doch zu mehr motivieren ;-).

„Die meisten Schnelleren haben sich beim Überrunden gut bemerkbar gemacht – einer hat sogar gerülpst… „

Alles in allem ein schönes Rennen, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Mit etwas Kondition und Fahrkönnen auch für Hobbysportler wie mich schaffbar.

Fazit von der Mosauerin

Für ZuschauerInnen ist Maria Schmolln sehr gut geeignet, denn Start/Ziel und der Zuschauerhotspot sind nicht weit voneinander entfernt. Insbesondere der Zuschauerhotspot, wo sich auf engstem Raum vier Streckenabschnitte fast berühren und man als Zuseher leicht seine Lieblinge verfolgen kann, ist sehr genial angelegt. Das kenne ich von früheren Rennen ganz anders.

Dennoch waren leider nicht besonders viele Zuschauer vor Ort (es hätten auf jeden Fall mehr sein können!) was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Was mir nicht so getaugt hat war die Verpflegungssituation. Als einzige Nahrung für Begleiter/Innen, die ja teilweise auch schon um 11 Uhr vor Ort waren Leberkässemmal anzubieten, find ich halt schon a weng weng. Vor allem, wenn man dann gach noch ein Vegatarier ist… Aber so hat wenigstens der Wirt ein G’schäft gmacht. Aber dann hätt ma’s vielleicht besser anschreiben müssen.

Alles Liebe und tut’s brav radeln für die Wadeln!

mosauerin & mosauer

(PS: Wenn Ihr mehr übers Radln im Innviertel lesen mögts, dann sagt’s mir das bitte, weil dann tu ich den Mosauer becircen, dass er auch mal was hier schreibt)

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