Aktivtipp der Mosauerin: Gruselmärchen Wanderung in Obernberg

Obernberg ist ein Ort mit Geschichte und einmal im Monat wird die einstige Metropole am Inn zu einem Ort mit Geschichten. Dann nämlich, wenn in den Sommermonaten die Theatergruppe Obernberg zu ihrer Gruselmärchen Wanderung einlädt. Die Mosauerin war letzten Samstag mit dabei und wie es war erzähl ich Euch heute.


Eine Anmerkung vorweg: Wer jetzt schon einen Teilnahme eingeplant hat und sich komplett überraschen lassen möchte, sollte jetzt besser nicht weiterlesen. Wer aber damit leben kann, die ungefähre Route zu kennen und ein Ahnung von den Figuren zu haben, kann gerne weiterlesen. Ich habe mich bemüht, nichts von den erzählten Geschichten zu verraten – um die zu erfahren, müssts dann wirklich selbst dabei sein 🙂 Und ich nehm‘ ausnahmsweise das Fazit heute gleich vorweg: Die Gruselmärchen Wanderung hat eine uneingeschränkte Empfehlung von der Mosauerin. Ihr solltet Euch das unbedingt mal anschauen, so liebevoll gestaltet und mit einem solchen Engagement präsentiert, wirklich toll! Drei Daumen nach oben!

Zwecks des Gruselfaktors sind die Bilder heute ausnahmsweise übrigens schwarz weiß und etwas verfremdet – ich hoffe das bringt Euch in die richtige Stimmung, wenn wir jetzt loslegen…


Wie es sich für eine Wanderung mit Gruselambitionen gehört, trifft man sich am Abend, kurz vor dem Dunkelwerden, am Obernberger Marktplatz wo auch schon der Nachtwächter wartet.

 

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Er hat allerlei interessanter Fakten und Anekdoten über Obernberg zu erzählen, wir sind also in den besten Händen wenn er uns sicher durch Obernberg geleitet.

Obernberg ist eine tolle Kulisse für die kleinen Szenen, die wir während unseres Spaziergangs durch den Markt erleben dürfen und wir kommen durchaus ein Stückchen herum in Obernberg.

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Gleich zu Beginn, wir müssen gar nicht weit gehen, treffen wir auch schon auf eine verzweifelte Dame mit einer Stichwaffe in der Hand,. Was hat sie nur damit angestellt? Oder hat sie noch etwas vor?

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Weiter geht es für uns über den Marktplatz, vorbei an den alten Häusern, deren Geschichte uns der Nachtwächter durch seine Erzählungen lebendig macht. Durch das Braunauertor hindurch, an der Kirche vorbei und Richtung Alters- und Pflegeheim setzen wir unsere Tour fort.

Dort treffen wir auf eine seltsame Gestalt. Der Geist eines berühmten Vorturners möchte uns zum Sport verführen.

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Nach ein paar Übungen geht es weiter, die Therese Riggle Straße entlang bis zur Köpfstätte. Wenn man jetzt nicht aus Obernberg ist (so wie die Mosauerin) fährt man da ja durchaus mit dem Auto einfach vorbei, ohne diesen besonderen Ort überhaupt wahrzunehmen. Ich hab’s auf jeden Fall noch nie bemerkt.

Warum er besonderes ist? Nun, köpfen (oder auch jemanden hängen) durfte früher nicht einfach jeder. Herzog Heinrich XVI hatte dem Passauer Bischof Georg am 03.10.1402 die Halsgerichtsbarkeit verliehen, seit dieser Zeit konnten auch in Obernberg – das ja zu Passau gehörte – Strafen verhängt werden, die zu Verstümmelung oder zum Tode führten, eben auch Hängen oder Köpfen *). So gibt es in Obernberg natürlich auch ein Galgenfeld, Köpfen war aber nicht ehrenrührig im Vergleich zum Hängen und somit meist Adeligen vorbehalten. Manchmal ist die Realität gruseliger als so manche Geschichte, nicht wahr?

 

Passend zum Ort treffen wir an der Köpfstätte natürlich auf einen Mann ohne Kopf.

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Über die Stiegen geht es hernach hinunter in den Vormarkt Ufer. Der Ort wird schon in den Aufzeichnungen von Reichersberg 1180 erwähnt und hier erleben wir in der Nähe der Uferkirche die nächste Szene. Was die beiden wohl vor haben?

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Beim Mauthaus vorbei geht’s wieder Richtung Marktplatz hinauf, wir treffen aber noch auf zwei seltsame Gestalten, die besondere Wünsche an uns haben. Natürlich erfüllen wie sie! Ob es ihnen hilft?

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Wieder oben angelangt erleben wir das letzte kleine Theaterstück unseres Rundgangs durch Obernberg. An der Pforte der Burg ist es ein schöner, stimmiger Abschluss der Gruselmärchen Wanderung.

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Das Fazit

Die Gruselmärchen Wanderung in Obernberg ist gleichermaßen für Kinder und Erwachsene geeignet. Wenn man sich auf die Geschichten, die einem die Theatergruppe Obernberg näher bringen möchte einlässt, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt und kann das Echo der Vergangenheit wahrnehmen.

Alles in allem ist die Gruselmärchen Wanderung ein tolles Erlebnis und obendrein eine ungewöhnliche Methode einen Ort besser kennen zu lernen, denn auch Informationen über das historische Obernberg kommen nicht zu kurz.

Insgesamt hat die Tour 1:20 gedauert und wir sind 1,8 km gegangen. Barrierefrei ist die Tour wegen des Geländes leider nicht.

Die Veranstaltung ist obendrein auch noch kostenlos (!!!) zu besuchen, die Theatergruppe freut sich aber über eine freiwillige Spende, damit zumindest die Kosten ein wenig gedeckt sind (und außerdem finde ich, dass so ein Engagement unbedingt gefördert werden muss!). Also bitte knackig spenden, liebe TeilnehmerInnen! Ich empfehle übrigens denjenigen, die bei Dunkelheit nicht so besonders gut sehen eine Taschenlampe einzupacken um die Stiegen gut meistern zu können.

Wer nun Lust bekommen hat, die Geschichten, die ich hier nicht erzählt habe, zu entdecken und die Gruselmärchen Wanderung in Obernberg selbst zu erleben, kann dies heuer noch an folgenden Terminen tun:

Samstag 05. August 2017 21:00 Uhr
Samstag 09. September 2017 20:00 Uhr

Bitte aber immer auch noch auf der Homepage von Obernberg den Termin gegenchecken.

Anmeldungen zur Wanderung bei  Johann Hatteier unter der Telefonnummer Tel. 07758/3258 (Privat) bzw. Tel. 0676/5146350 (Handy)

Habt’s viel Spaß und gruselts Euch nicht zu sehr!
mosauerin

*) Auf der Homepage der Gemeinde steht das Datum 1407 für die eigene Gerichtsbarkeit, meine Daten oben sind aus dem Buch „D’Innviertler Roas – Das Heimatbuch des Innviertels“ – was stimmt? Vielleicht beides. Wer’s besser weiß möge es mir bitte wie immer einfach sagen 🙂


Dieser Beitrag wurde vom Tourismusverband s’Innviertel beauftragt.

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