Ein Nordlicht auf der Rieder Messe

Gestern waren Clara und die Mosauerin auf der Rieder Messe unterwegs. Heute kannst Du schon im Blog lesen, wie es einer Norddeutschen so geht, wenn sie einen Tag mitten unter lauter Innviertlern verbringt und was sie auf der Rieder Messe alles gesehen hat…

von Clara

Extra früh haben die Mosauerin und ich uns am Freitag den Wecker gestellt um extra pünktlich im Zug nach Ried zu sitzen. Die Landwirtschafts- und Herbstmesse lockte mit „hochwertigen heimischen und saisonalen Lebensmitteln“, dem „größten Tierzuchtzentrum Österreichs“ und, zur besonderen Freude meinerseits, einem Live-Freilaufstall. Das konnte ich mir natürlich auf keinen Fall entgehen lassen und wir haben tatsächlich einen sehr langen und aufregenden Tag auf der Rieder Messe verbracht.

Und ich sag euch, ein Glück, dass wir gut aus dem Bett gekommen sind, denn wir waren um zehn Uhr morgens bei weitem nicht die einzigen die es Richtung Messegelände zog. Erstaunt über den Andrang in der Früh, standen wir dann auch erst einmal am Ende einer relativ langen Kassenschlange. Machte aber nichts, extra für unseren Ausflug schien die Sonne noch einmal aus ihrem vorzeitigen Winterschlaf erwacht zu sein und mit guter Laune konnten wir uns ein paar Minuten später endlich ins Getümmel stürzen.

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Getümmel im Freigelände

Und Getümmel trifft es dabei noch nicht mal ansatzweise, die Messe ist RIESIG! Frei nach dem Motto „wir haben eigentlich keinen Plan, also lass uns einfach mal hier abbiegen“, haben sie die Mosauerin und ich uns unseren Weg durch die unzähligen Ausstellungshallen gebahnt. Und es gibt dort wirklich alles! Von riesigen Landwirtschaftlichen Geräten, über Massagekissen, Inneneinrichtungen, jedes erdenkliche Saatgut und Tierfutter bis zu einer Auswahl an wirklich gewöhnungsbedürftigen Dirndl (Nein, wir haben sie nicht anprobiert!). Und noch viel mehr.

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Ich will große Maschinen fahren!
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Soll ich meine Freunde daheim schocken und mir ein Dirndl kaufen?

Es war eine Menge Schrums (Übersetzung Mosauerin: Kramuri) dabei, aber auch wirklich schöne Dinge. Während sich die Mosauerin für schicke Kücheneinrichtungen, alte Möbel und die Innviertler Landwirtschaft interessiert hat, habe ich mir meinen Weg an den gratis Essensproben entlang gebahnt. Praktisch an jedem zweiten Stand wurden einem kleine Kostproben von Lebensmitteln aus aller Welt angeboten, genau mein Ding. Meine Favoriten waren ein unglaublich cremiger oberösterreichischer Ziegenkäse und ein ganz leckerer ungarischer Baumkuchen.

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Das Bierzelt war noch fast leer.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie viele Stunden wir durch die Stände geschlendert sind, bis wir zu meinem absoluten Lieblingsbereich der ganzen Messe gekommen sind: Tiere! Ich war von mir selbst überrascht, dass ich so kindlich begeistert von all den Kühen, Pferden, Schafen und Schweinen war, aber die niedlichen Vierbeiner haben mich absolut verzückt! Am liebsten waren mir die Kühe und ich weiß eigentlich gar nicht warum, denn neben den edlen Zuchtpferden sehen sie alles andere als anmutig aus. Aber irgendwie haben die Kühe für mich ganz viel Gelassenheit, Langmut und eine echte intelligente Persönlichkeit ausgestrahlt.

Die Pferde haben wir uns dann natürlich trotzdem noch angesehen, extra länger sind wir dafür sogar geblieben und ja, sie sind schon wirklich schön! Auf der Pferdeschau konnten wir dann alles über Fohlen, Erblinien und die Wissenschaft der Pferdezucht lernen. Also zumindest die Mosauerin, ich saß die meiste Zeit daneben und hab so gor nix verstanden. Ohne meine persönliche Innviertler-Dolmetscherin wär ich ganz schön aufgeschmissen hier bei euch.

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Haflinger Hinterteile
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eine hübsche Blondine
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Bäh Bäh Bäh
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ein Prachtpferd!

Für das anschließende Volksfest hatten wir dann nur noch auf dem Rückweg einen kurzen Seitenblick übrig. Aber ganz ehrlich, ich glaube solche Volksfeste sind auch überall gleich, bei mir in Norddeutschland sehen die genauso aus.

Nach einem ganzen Tag auf den Beinen, waren meine Füße am späten Nachmittag auch einfach ganz schön lahm. Aber das war es alle Male wert! Mit einem ganzen Sack voll Mitbringseln und dem Kopf voller schöner Eindrücke sind die Mosauerin und ich, dann sehr zufrieden wieder in den Zug Richtung Mosauerhof gestiegen. Was ein schöner Tag 🙂

Und wenn ihr sehen wollt, was wir alles so erlebt haben, wir haben auch ein Video für Euch gebastelt, da könnt ihr mit uns einen 4 minütigen Rundgang über die Messe machen. Viel Spaß dabei!

Bis bald (oder Pfiat Di, wie ihr hier sagt)

Euer Nordlicht Clara

PS: Gelerntes Innviertler Wort des Tages: „Pfiat Di“

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