Hofrundgang Mai – Alles wuchert am Mosauerhof

Im Mai komm ich ja zu nix. Entweder ich bin hochgradig mit Garteln beschäftigt oder ich erschlage Fliegen. Ich hab ja stark überlegt ob ich den Untertitel dieses mal „Sommer im Innviertel“ nennen soll. Ein Wahnsinn ist das momentan oder? Ich hoffe wirklich auf ein wenig Regen, nicht nur für den Garten sondern besonders auch für die Felder. Dieser Rundgang wird übrigens ausgesprochen gartenlastig, aber das mögt ihr ja eh 🙂

Wir starten direkt bei der Haustüre raus. Dort steht neue Deko herum. weil sie bis jetzt noch keinen Platz gefunden hat. Mittlerweile hat sie aber sogar schon eine Funktion, ich stell gerne mal mein Proseccoglas dauf ab. Ich bin schon gespannt ob sie im Winter auch noch dastehen wird… Wie ich mich kenn…

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Im Hof selbst hab ich natürlich auch einen Teil des Gemüses, man will ja im Falle einer Zombie-Apokalypse gefahrlos ernten können. 😉 Nein im Ernst, ich wollte es ausprobieren mit den Seilen und den Bohnen und die Gurken brauchen ja ein windgeschütztes Plätzchen, also war der Hof perfekt dafür.

A propos Gurken. Ich hab mir ja extra viele Einlegegurken, sprich Vorgebirgstrauben angesät, damit ich mächtig prächtig Essiggurkerl machen kann. Und was war dann? ich setze sie alle ein und ein Pflanzerl nach dem anderen geht kaputt. Ich hab mir mit der gekauften (weil ich selbst keine mehr hatte) Erde fesche Drahtwürmer eingefangen, die mir die Gurkenwurzeln einfach abgefressen haben. Aber was tut eine erfahrene Bäurin wie ich dann? Sie fragt ihre Mama. Und deswegen hab ich auch aufgeschnittene Erdäpfel in der Erde. Da fressen sich die Viecher nämlich hinein und dann kann man sie einfach entsorgen. Und so haben sich die verbleibenden Bestände erholt (ich hatte einen Ausfall von fast 90% innerhalb von 3 Tagen) und es ist ja noch nicht zu spät für neue Gurkenansaaten.

Tja und eigentlich wollte ich heuer im Hof – nach der Einkochorgie im letzten Jahr – keine Paradeiser mehr haben, aber wir haben doch mehr Sugo und Tomatenmark verbraucht als ich dachte und so war ich der Meinung, dass die 10 Pflanzerl draußen (später mehr dazu) nicht ausreichen könnten. Und außerdem hab ich welche eingetauscht und überhaupt muss ich mich hier ja gar nicht rechtfertigen 😉 Auf alle Fälle hab ich auch im Hof wieder Paradeiser.

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Der Großteil meines Gartens ist aber draußen, auf der alten Miststätte. Und da gehen wir jetzt hin.

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Wenn ihr Euch noch erinnern könnt, in der Silversternacht hab ich ja meinen Garten geplant und ich kann sagen, ich hab fast alles umgesetzt.

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Im Detail von links beginnend: die Erdäpfel (4 Mörtelkübel voll) und darüber einen haufen Minzen, die Melisse, der Liebstöckl und der Salbei.

Um Bienen anzulocken und überhaupt eine kleine blühende Oase zu haben dürfen bei mir viele Sachen vor sich hinblühen und manche Sachen werden extra angepflanzt. Die Schafgarbe und der weiße Klee sind zum Beispiel solche wilden Gewächse und der Ziersalbei und die (ich glaube die heißen) Witwenknöpfchen (ich kann mich aber auch irren) sind zum Beispiel solche Bienenmagneten.

Natürlich mache ich das nicht (komplett) uneigennützig, denn ich hab schon eine Menge zu bestäuben bei mir im Garten. Frei herumstehen zum Beispiel Jalapenos, Spitzparika, Paradeiser (nächstes Jahr säh ich keine aus, weil eh alle wild auch auf gehen bei mir) und die Zucchini (da fällt mir ein ich hab die Kürbisse nicht fotografiert)

Und im Hochbeet von den Paradeisern nach links: Knoblauch, Paprika (nicht im Bild), Knollenfenchel, Rana (Rote Rüben), Kohlrabi, Schnittknoblauch, Petersilie, Salat, Mangold, Gemüsezwiebel, frisch angesäte Radiesln, rote Zwiebeln und weiße Zwiebeln.

Im Anschluss (dann wieder unter den Minzen) ein Mix aus Currykraut, Sauerampfer, Petersilie, Bergbohnenkraut und Olivenkraut.

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Dann das Krautbeet. Den zweiten Ring hat mir der Mosauer ja nicht gegeben. Ich hätte ihn schon noch gebraucht, wenn ich mir das so ansehe:

Und dann gibt’s auch noch eine Blühfraktion an Rosen, Clematis und Hortensien deren einzige Aufgabe es ist, mich zu erfreuen. Und eine frohe Mosauerin ist eine friedliche Mosauerin. Merkts Euch das 😉

Damit lassen wir den Wurzgarten Wurzgarten sein und wechseln die Staßenseite, hin zu den Wullis. Die haben heute aber geschlafen und wollten nicht fotografiert werden. Auch dort drüben, beim „Salettl“ blühen die Rosen, die wunderschöne dunkelviolette Clematis ist leider schon verblüht. Unter der Fichte am Weiher hab ich ein Tischchen mit Sessel aufgestellt und wenn ihr jemals spazierenderweise bei mir vorbeikommts, könnts Euch ruhig hinsetzen und ein Päuschen machen. Keine Sorge, die Muzis passen auf auf Euch…

Wir gehen aber weiter vor das Wohnhaus, wo sich die Rose gerade in Hochblüte befindet. Es ist übrigens eine „New Dawn“

Hier ist ja viel von meinem Obstgarten untergebracht, die Birnen, die Jostabeeren, die Ribiseln, die Himbeeren und die Stachelbeeren.

Und auch der Kirschbaum steht hier. Lange kann es nicht mehr dauern und dann wird sich innerhalb einen Tages entscheiden, wer gewinnt: die Vögel oder ich. Da wir ja 5 Muzis haben hier und die nicht nur Ratten fressen, vergönne ich es ihnen aber vom Herzen, wenn sie wieder mal gewinnen.

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Um alle Kirschen die herunterfallen kümmern sich dankenswerterweise unsere Hühner, die bei diesen Temperaturen kaum aus dem Schatten gehen. Recht haben sie. Sind sie nicht prächtig?

Überhaupt kann ich es ihnen nicht verdenken, dass sie da unter den Bäumen leben, so angenehm kühl wie es da darunter ist. Ich schneid aber auch extra nicht die herabhängenden Äste vom Nussbaum, damit wir hier ein schönes kühles, schattiges Platzerl haben, die Hühner und die Menschen. Heuer muss ich übrigens wieder neuen Nussschnaps ansetzen, freut Euch also schon mal auf das Original Rezept von meiner Oma!

So und mit noch so einem sommerlichen Maischnappschuss von uns dahoam verabschiede ich mich für das Monat und freu mich schon auf den Juni.

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Pfiat Eich dawei
Mosauerin

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