Mosauerin meets Vorich – Unterwegs mit Altheims rasendem Fotoreporter

Wer in Altheim wohnt kennt ihn sowieso. Wer in Altheim schon jemals auf einer Veranstaltung war, hat ihn auch schon mal gesehen, denn er war natürlich auch dabei: Ladislav Vorich, oder auch kurz „Laci“ genannt – der rasende Fotoreporter von Altheim. Aber wie rennt das so ab, wenn „da Laci“ eine Reportage macht? Ich war neugierig und hab ihn bei einer Fotostory begleitet. Und mich zuvor bei ihm zum Frühstück eingeladen.

Frühstück bei ihm

Montags um 09:00 – normalerweise hat Laci da schon längst gefrühstückt – treffe ich bei ihm daheim ein. Zu einem köstlichen Frühstück, das seine Frau Anni für uns hergerichtet hat (die übrigens erstaunlich fotoscheu ist, dafür dass sie seit 52 Jahren mit einem Mann mit Fotoleidenschaft verheiratet ist)

Bei Kaffee und Mohnflesserl mit Butter erzählt mit Laci, dass er eigentlich gar nicht so üppig frühstückt – zwei Brot mit Honig reichen ihm vollkommen aus – und dass seine Website erst 2010 online gegangen ist. Seit dem hat er aber bereits beachtliche 91.000 Fotos hochgeladen und um die 160 mal im Jahr werden es mehr. So viele Termine nimmt er nämlich immer noch wahr. Und die allermeisten davon finden in Altheim statt.

Das ist dann auch schon unser Stichwort, wir sind ja hier nicht zum Spaß sondern haben natürlich noch einen Termin. Der Kassabon ist ein kleiner Hinweis drauf. Extra hat sich Laci heute morgen also nochmal aufgemacht um der Mosauerin Schinken und Kümmelbraten zu kaufen – der Mann weiß, wie man mich glücklich macht 😉

Also richtet sich Laci hurtig sein Zeug zusammen, hüpft in seine sportliche Pressejacke und düst mit dem Auto zum aktuellen Place-to-be nach Altheim City.

Achtung, Presse!

In unserem Fall ist das das Rathaus in Altheim. Dort ist nämlich heute – am 11.11.2019 ihr ahnt es eh schon um 11:11 Uhr die Übergabe des Schlüssels an die Faschingsgilde Altheim. Mit Sekt (ausgesprochen Gutem sogar) und Krapfen (hab ich nicht probiert, werden schon auch gut gewesen sein)

Laci hat aber ohnehin kaum Zeit zu Essen und zu Trinken – erstens muss er fotografieren und zweitens noch mit dem Auto fahren. Also beschränkt er sich ganz vorbildlich aufs Anstoßen und Abdrücken zur richtigen Zeit. Aber natürlich ist zwischendurch schon Zeit für ein kleines Plauscherl, mit dem Bürgermeister oder mit den Mitgliedern der Faschingsgilde, die am 11. November schon über die Faschingssitzungen (heißen die so, ich kenn mich da nicht so aus) nachdenken.

Ungewohnt für Laci ist bestimmt, dass heute mal nicht er „geh stöht’s Eich amoi zamm da“ – gepaart mit seinem typischen Handwachler sagen kann, sondern ich ihn einteile mit dem Bürgermeister zu posieren. Damit fühlen sich überhaupt viele Fotografen nicht besonders wohl, wenn sie auf einmal vor die Kamera gezerrt werden. Aber Laci packt das souverän. Da Buagamoasta sowieso, der ist das aber auch gewöhnt.

Als schließlich der Schlüssel übergeben ist, Laci das obligatorische Gruppenfoto auf der Speicherkarte hat, und alle befinden, dass es doch recht frisch ist da vor dem Rathaus, geht es – nein nicht heim zum Hochladen der Bilder sondern- weiter zum Mittagessen beim Wurmhöringer.

Auch dort ist der Laci niemals außer Dienst, sondern zückt auch beim Essen gerne mal seine Nikon um den einen oder anderen Schnappschuss am Nebentisch zu schießen. Dann lässt er sich aber sein Schnitzel schmecken. Der Salat ist übrigens nicht so seins 😉

Ist der Laci dann doch daheim von seiner Fototour durch Altheim und Umgebung – die Spanne reicht dabei von Vereinsaktivitäten, über Fußballspiele, Geschäftseröffnungen, Feiern zu auch sonst wirklich allem, wozu man ihn einlädt, dann schwingt er sich hinter seinen rieeesigen Schreibtisch und lädt die Bilder von der Kamera auf den Computer.

Dann werden die Bilder noch optimiert, zum Beispiel aufgehellt aber nicht in ihrer Gesamtkomposition abgeändert. Also Pickel wegretuschieren – weiß ich aus eigener, leidvoller Erfahrung – macht der Laci nicht. Also zumindest bei mir hat er das noch nie… Sollte ich mal hinterfragen, oder? 😉

Während er dann dasitzt und seine Bilder bearbeitet und hochlädt, rennt bei ihm öfter der Fernseher – gerne die Barbara Karlich Show- aber nur nebenbei und daher als Hörspiel. Außer es wird interessant, dann kann es schon sein, dass er mal die Aufmerksamkeit von seinen Fotos abwendet.

Die Fotos werden nach der Bearbeitung dann also mehr oder weniger rasch (da macht er sich keinen Stress mehr – recht hat er!) auf www.fotovorich.at hochgeladen und können dann von allen Interessierten bestaunt werden. Und es will doch immer jeder wissen, wer bei welcher Veranstaltung wie ausgesehen hat, oder?

Und wenn der Laci mal nicht fotografiert?

Was macht einer wie der Laci eigentlich, wenn er mal nicht in Altheim auf einer Veranstaltung fotografiert? Immerhin hat er bereits in den 50iger Jahren begonnen zu fotografieren. Man sollte meinen, dann reichts auch mal. Ja wenn es denn dann mal vorkommt, dass der Laci frei hat oder es mal wirklich nichts zu fotografieren gibt in Altheim – dann fährt der Laci einfach mit seiner Anni auf Urlaub – besonders gerne übrigens mit dem Bus – und dann…

…fotografiert dann einfach dort weiter.

Was auch sonst!

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