Salat kann man auch backen – Winterliche Radiccio Tarte a la Mosauerin

Die Beete sind fast leer, frisches Gemüse gehört schon fast der Vergangenheit an, aber was auch um diese Jahreszeit noch verfügbar ist, sind Wintersalate. Vogerlsalat kennt ihr eh alle, liebt ihr eh alle heiß aber was zum Henker macht man eigentlich mit… Radiccio. Als Salat verwenden, schon klar, aber wusstet ihr, dass man den auch ins Rohr schieben kann?

Was ist Radiccio und wie wird der verwendet?

Ausgesät wird er im Juli, geerntet wird er, wenn er durch die Kälte gereift ist und eigentlich stammt er aus Italien. Radiccio ist ein Wintersalat. Im Winter gibt’s eh nicht so viel Grünes (na ja in dem Fall rotes) auf dem Teller, da muss man schon nehmen was man kriegt. Bislang hab ich den Radiccio recht verschmäht, denn er ist bitter.

Wenn überhaupt, dann landete er eigentlich oft nur als Deko auf unseren (Salat)Tellern. Aber ich wusste auch nicht wirklich, was man aus dem roten Salat alles zaubern kann.

Bis ich in der letzen „Food and Farm“ (Bildungslektüre für Bobo Farmer wie mich) über ein Rezept gestolpert, das mich zu dieser heutigen Kreation inspiriert hat, denn es sah einfach verlockend guat aus und es sagte: Radiccio geht auch warm. Na das musste ich aber ausprobieren.

Ein (nicht mehr ganz so frischer) Radiccio

Man könnte sagen: „Na warum verlinkt sie nicht einfach das Rezept von der Zeitung“ aber ich hab so ziemlich nix so belassen, wie es dort vorgeschlagen wurde. Gut in beiden Rezepten wird Radiccio verwendet. Das war’s dann aber auch schon. Denn ich nehmen einen anderen Teig, andere Zutaten, anderen Käse. Also es ist komplett was neues entstanden aus der Inspiration. Hier kommt also mein Raddico Tarte Rezept für den Winter:

Die Zutaten

Für das Rezept brauchst Du folgende Zutaten:

für den Teig:
ca. 150g Mehl, 1 EL Rosmarin kleingehackt, 1 Prise Salz, 1 EL Öl, Wasser nach Bedarf

Für den Belag:
3 kleine Zwiebel, 1/2 Kopf Radiccio, 200g Schafskäse, 1 EL Olivenöl, 100g Cheddar, Pfeffer, Walnüsse

Die Zubereitung

Aus den Zutaten für den Teig wird ein flaumiger Teig geknetet und so dünn wie möglich ausgerollt und auf Backpapier auf ein Blech gegeben. Meine Teige sind meistens ungefähre Maßangaben, weil ich zu faul zum abmessen bin.

Der Belag: Zwiebel in Ringe schneiden, Radiccio kleinschneiden, beides auf den Teig verteilen. 1 EL Öl darüber träufeln. Den Schafskäse darüberbröseln und bei 160°C Umluft ca 40 Minuten backen.

Mit etwas rohem Radiccio und den Walnüssen bestreuen und mit geriebenen Cheddar und Pfeffer abrunden.

Das Gericht hat eine feine herbe Note, der Radiccio mit seiner Bitterkeit passt perfekt zu den Walnüssen und wird vom Schafskäse abgemildert. Es schmeckt wunderbar winterlich und hat viele Aromen in sich – probierts das einfach mal aus.

Dazu passt – wie bei mir eigentich eh immer – ein spritziger Welschriesling. Hätten wir das mit meinem Lieblingswein auch geklärt 😉

An Guaden!

2 Kommentare zu „Salat kann man auch backen – Winterliche Radiccio Tarte a la Mosauerin

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