Alles in Butter beim Käse – Auf Besuch bei der Privatkäserei Höflmaier

Seit ich das erste mal die wunderbare BIO Sauerrahm-Butter vom Höflmaier aus Lochen am See probiert habe, bin ich ein Fan. Und wer kann sowas schon von Butter behaupten. Was für ein glücklicher Zufall, dass ich mir die Privatkäserei in Lochen am See genauer anschauen durfte. Und da außer dem vorzüglichen Emmentaler auch noch andere grandiose Käsesorten entdecken und probieren durfte. Außerdem hab ich mir das Geschäft angeschaut und das Käsereimuseum, das Haus in dem vor 4 Generationen alles begann. Schaut’s eine Runde mit?

Entstanden ist das alles durch meine Kooperation mit KOBL – Bio in Ried (wenn ihr das noch nicht kennts schaut’s mal hier: KOBL auf Facebook oder hier: KOBL auf Instagram oder hier: KOBL im Web ) für die ich dort war und ein kleines Video darüber gedreht habe (das füg ich Euch dann im Text weiter unten ein)

Die Höflmaiers

Er hat schon auf mich gewartet an diesem Dienstag. Den ganzen Vormittag hat sich Josef Höflmaier netter weise für mich Zeit genommen und mir mit einer Engelsgeduld die Produktion im Familienbetrieb erklärt. Josef sen. und seine Mama schupfen nämlich die Besucher, seine Frau Maria schupft den Laden und die beiden Söhne, Josef jun. und Thomas schupfen die Produktion. Alle sind also gut beschäftigt, in dem traditionsreichen Familienbetrieb und wenn ihr sie noch nicht kennts, so sehen sie aus, die Höflmaiers:

  • mosauerin innviertel blog hoeflmaier
  • mosauerin innviertel blog hoeflmaier
  • mosauerin innviertel blog hoeflmaier
  • mosauerin innviertel blog hoeflmaier

Die Produktion von Käse und Butter

Damit Ihr Euch einen Eindruck machen könnt, wie es in der Produktion beim Höflmaier so aussieht, zeig ich Euch hier jetzt das kleine Video, das ich dort gedreht habe:

Bitte, habt’s das im Video gesehen, wie die beiden Männer den Topfen aus dem großen Bottich rausschupfen? Oder wie sie die (ich glaub) 70 Kilo schweren Käselaibe aus der Salzlake rausholen? Oag oder?
Zum Käsemachen braucht man also nicht nur das Wissen dazu, sondern auch noch eine gute Portion Muckis. Gut, auf der anderen Seite ersparen die Jungs sich auf jeden Fall das Fitness Studio. Das Rudertraining auf alle Fälle.

Das Käsereigeschäft scheint aber auch eines zu sein: Recht putzaufwändig. Dauernd wischt und schrubbt jemand irgendetwas ab, oder spritzt etwas mit dem Schlauch aus. Ist aber eigentlich auch logisch, weil’s ja schon sauber hergehen muss, wenn man mit so sensiblen Lebensmitteln arbeitet.

Markus, der nur so aussieht als sei er der Bruder von Josef jun. hat sich für die Versandvorbereitungen von Käselaibern so schön ins Licht gestellt, dass ich gar nicht anders konnte, als abzudrücken und ihn beim Abschaben der Laibe mit dem Messer zu fotografieren. Schaut das nicht zum reinbeißen aus? Hey, in den Käse meine ich!

Bevor so ein Käse aber fertig ist, muss er zuerst im Salzbad liegen und dann auch noch reifen. Wobei es keinen Unterschied macht, ob der Käse eckig oder rund wird. Das Ziel ist immer, dass er schöne Löcher hat, der Emmentaler.

Übrigens hab ich gelernt, dass man Emmentaler bei der Lagerung nicht einschmieren muss, wenn die Luftfeuchtigkeit passt, den Bergkäse jedoch schon. Gewendet werden aber beide Käse ein mal am Tag. Das geht auch in die Arme und ich hoffe ich erzähl käsetechnisch da keinen groben Unfug… Schauen wir uns lieber ein paar Bilder an:

Zum Schuss soll der Käse also dann so perfekt aussehen:

mosauerin innviertel blog hoeflmaier

Ich kann ihn mir schon richtig auf meinem Frühstücksbrot vorstellen.

Im Video beschreibt Josef sen. einen anderen Käse, nämlich einen Steintaler – der wird (soweit ich das verstanden habe) genauso hergestellt, wie ein „normaler“ Emmentaler, allerdings viel länger gelagert und dadurch wird das Eiweiß im Käse bereits abgebaut. Schmecken tut der Steintaler, den ich natürlich auch probieren durfte, fast wie ein alter Parmesan – also zumindest von der Konsistenz her. Auf alle Fälle sauguat! Müssts unbedingt mal testen, wenn ihr die Chance habt. (Wo ihr die Chance habt, dann weiter unten!)

Jetzt schauen wir uns aber mal dort um wo alles begann…

Die erste Käserei im Hinterzimmer

Die Familie Höflmaier erzeugt nun in der vierten Generation Butter und Käse. Begonnen hat alles im Haus über der jetzigen Käserei, ein altes Gasthaus in dem sich Josef Höflmaiers Großvater eingemietet hat und das heute das familieneigene Käsereimuseum beheimatet. Das Haus wurde von der Familie, insbesondere von Josefs Vater liebevoll saniert, nachdem es erst spät in den Familienbesitz überging.

Im Museum, das man nach telefonischer Anmeldung besuchen kann und dann von Josef sen. oder seiner Mutter betreut wird, kann man viele Gerätschaften sehen die früher (oder auch immer noch) zur Käseherstellung verwendet wurden. Und natürlich wissen die beiden Höflmaiers jede Menge Geschichten und Details zu erzählen. Das alte Innviertler Wirtshaus macht einen urigen Eindruck, weil es mit allerlei alten Möbeln ausgestattet ist und es kann auch von Gruppen besucht werden.

Besonders Detail: in der ehemaligen ersten Käserei im Hinterzimmer hängt eine Tafel mit den ersten sieben Milchlieferanten aus dem Jahr 1931, als alles begann. 59 Liter lieferten damals alle Lieferanten gemeinsam und das besondere ist, dass einer der Bauern auf der Liste noch heute Lieferant der Käserei ist. Wie cool ist das denn bitte!

Bei Maria im Geschäft

Die Produkte, die die Höflmaiers in ihrer Käserei herstellen, das sind hauptsächlich Emmentaler, Bergkäse, Butter und Ghee sowie ausgewählte Produkte von regionalen Produzenten (oder sinnvolle Ergänzungen zum eigenen Produktsortiment) sowie Käse von anderen Erzeugern sind im Höfelmaier Laden zu erstehen.

Da den Höflmaiers Nachhaltigkeit wichtig ist – nicht umsonst wird zur Produktion ausschließlich silofreie Biomilch verwendet – gibt’s seit Neuestem BIO Stoffsackerl zum Einkaufen mit den wirklich witzigen Aufschriften „OIS IN BUTTER“ und „SO A KAS“. Und ihr könnt jeweils eine dieser schicken Taschen gewinnen! Alles was ihr dafür tun müssts, ist die Gewinnfrage, die ich morgen auf Facebook poste – zu beantworten. Falls Ihr mir noch nicht auf Facebook folgts und nix verpassen wollts, könnt’s ihr das hier tun:

Und weil auch die Lebensqualität wichtig ist, hat der Laden jetzt für Zeiten, an denen er nicht geöffnet hat, auch einen stillen Mitarbeiter, der rund um die Uhr arbeitet: den Käsomaten, nicht zu übersehen und gut bestückt!

Und dann noch?

Und weil wir dann immer noch nicht fertig waren mit reden und über Käse und die Welt plaudern, hab ich im Anschluss an meinen spannenden Rundgang (was hab ich alles gelernt an dem Vormittag!) auch noch einen guten Kaffee und wunderbare Kekse bekommen, die ich mir mit Josef sen. schmecken hab lassen, während Josef jun im Büro beschäftigt war.

Vielen Dank an die Familie Höflmaier fürs Zeit nehmen, die g’schmackigen Kostproben und an Euch für Lesen, und nicht vergessen:

mosauerin innviertel blog hoeflmaier

…finden zumindest die sympathischen Höflmaiers in Lochen.


Info für Euch

Auf folgenden Wochenmärkten findet ihr die Höflmaiers

MittwochDonnerstagFreitagSamstag
Stadtplatz Braunau
6:30 – 12:30 Uhr

Stadtplatz Vöcklabruck
6:30 – 12:15 Uhr
Schranne Salzburg
6:00 – 12:45 Uhr
Neue Mitte Lehen Salzburg
6:30 – 12:30 Uhr
Mattighofen
6:00 – 11:30 Uhr

Öffnungszeiten Geschäft
Mo, Di: 8 – 12 Uhr
Fr: 8 – 12 Uhr, 14 – 17 Uhr
Mi & Do: geschlossen

Auf Facebook könnt ihr sie hier finden: Privatkäserei Höflmaier

Und zur Homepage geht’s hier entlang: www.hoeflmaier.at


4 Kommentare zu „Alles in Butter beim Käse – Auf Besuch bei der Privatkäserei Höflmaier

Gib deinen ab

  1. Ein guter Käse ist etwas Wunderbares! Mir gefällt das Schild: „Wir haben alles was Sie brauchen …“ 😉 😀 … doch der Mensch lebt nich vom Kas allein … 🙂
    Toll, wenn sich solche Familienbetriebe halten können!

    1. Ihr habt’s ja bestimmt auch tollen käse da oben, oder? Zumindest stelle ich es mir immer so vor… oder ist das bei Euch schon mehr Massenproduktion (wie eh bei uns auch). Aber ich denke die Menschen legen wieder mehr Wert auf gescheites Essen und Qualität – zumindest mehr als noch vor ein paar Jahren. Wie siehst du das?

      1. Es gibt schon Massenproduktionskäse für den Export, aber es gibt auch immer noch kleine lokale Meiereien. Daher findet man in Supermarktketten unterschiedliche Käsesorten in den verschiedenen Regionen Dänemarks.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: