Wildkräuteromelett – unkompliziertes Frühlingsgericht ohne teure Zutaten

Wer in diesen Zeiten einen Garten sein eigen nennen kann, kann sich glücklich schätzen. Nicht nur dass man an die Luft kann, sich draußen beschäftigt und so wenigstens die Zeit gut nützt – der Garten bietet auch bereits jetzt eine Basis für wunderbare frische Frühlingsgerichte. Ohne viele Zutaten und fast ohne Aufwand. Und diejenigen, die zwar keinen Garten besitzen, aber ab und zu zum Spazierengehen rauskommen, finden dabei natürlich auch dort wunderbare Wildkräuter. Da heißt es sammeln und verarbeiten: Zum Beispiel in einem Kräuteromlett. Yummy!

Meinen heutigen Versorgungs-Besuch bei meiner Mama – auch die ist natürlich im „Social-Distancing“ Modus und „cocoont“ (geht also nicht raus und kriegt auch keine Besuche außer von mir – und selbst die finden ausschließlich im Garten mit 4 Meter Abstand zueinander statt) – hab ich gleich genützt. Ich hab mich über Mamas Bärlauch, der gerade zu sprießen beginnt hergemacht. Den lieb ich nämlich heiß und innig, muss danach aber recht viel rülpsen. Sehr damenhaft.

Mama Mosauerin hatte gestern nämlich schon Frühlingskräuterpalatschinken für sich gemacht und konnte mir dann auch gleich noch sagen, was sonst schon heraußen ist. Bei uns im Innviertel sollte es also bereits folgende Wildkräuter für ein frühlingshaftes Omelett (oder eben Palatschinken) geben:

Bärlauch, Giersch, Löwenzahn und Vogelmiere hab ich aus Mama Mosauerins Garten mitgebracht

Die Kräuter im Detail

Bärlauch

Bärlauch nennt man auch „Knoblauch des Waldes“, ist ein no-na Lauchgewächs und eines der beliebtesten und bekanntesten Gemüse- und Würzkräuter überhaupt. Verwendet wir er für Pesto, Suppen, Aufstriche und ähnliches.

Die Unterscheidung zu den giftigen Maiglöckchen, die allerdings ohnehin erst später kommen: Bärlauchblätter riechen nach Knoblauch, wenn man sie zerreibt und sind auf der Unterseite der Blätter matt.


Giersch

Giersch nennt man auch Geißfuß, weil die charakteristischen Blätter an den Fußabdruck einer Ziege erinnern. Giersch besitzt viel Vitamin C und lässt sich das ganze Jahr über ernten. Gärtner mögen ihn weniger, weil man ihn praktisch nicht mehr los wird, er ist aber ein tolles Kraut zum Essen!

Von giftigen ähnlich aussehenden Pflanzen lässt er sich durch den dreikantigen Stil unterscheiden.


Vogelmiere

Vogelmiere wir bei uns auch „Hühnerdarm“ genannt. Wie grauslig, der Name – der Geschmack aber super!

Sie siedelt sich gerne auf frischen Beeten an – und man sollte sie dort auch stehen lassen, wenn man nichts anpflanzt, denn durch den von ihr gebildeten Teppich schützt den Boden im Sommer vor Austrockung und im Winter vor Kälte. Auch sie gibt’s fast das ganze Jahr.


Löwenzahn

Löwenzahn kennt eigentlich jeder, aus den Blüten kann man Sirup machen, aus den frischen Blättern einen Salat. Ihn gibt es auch das ganze Jahr.

Achtung: Man sollte ihn nicht essen, wenn man Probleme mit der Galle hat.


Das Rezept für das Wildkräuteromelett

Die Wildkräuter für das Wildkräuteromelett findet man entweder im eigenen Garten oder bei einem Spaziergang. Im letzteren Fall die Kräuter vielleicht nicht direkt neben der Straße pflücken (vor allem nicht auf Gassi-Geh-Strecken), in beiden Fälle aber auf jeden Fall gründlich abspülen vor dem Verarbeiten!

TIPP: Und wenn man schon sammeln geht: gleich mehr mitnehmen, der Rest lässt sich mit Frischkäse oder Topfen und Joghurt zu wunderbaren Aufstrichen verarbeiten – einfach klein schneiden und einrühren.

Die Zutaten

Die Zutaten für das Wildkräuteromelett haben alle daheim die eine normale Vorratshaltung haben:

Mehl
Eier
Milch
Salz
Hüttenkäse/Löffelkäse
Karotte

Die Zubereitung

Zwei gute handvoll gesammelter Wildkräuter – wie die oben beschriebenen oder natürlich auch alle anderen, die bereits verfügbar sind wie z.B. Sauerampfer oder auch Blutampfer werden klein gehackt.

20 dag Mehl
2 Eier
ca 1/2 Liter Milch und
eine gute Prise Salz

werden zu einem Omelettteig zusammengerührt.

Dazu gibt man 2/3 der kleingehackten Wildkräuter und bäckt das ganze in wenig Butter/Schmalz/Öl in einer Pfanne goldgelb. Einmal wenden und auf der anderen Seite fertig backen.

Das Omelett teilen oder vierteln und auf Tellern anrichten.

Darauf gibt man einen guten Eßlöffel Hüttenkäse (Löffelkäse) und bestreut das Ganze mit dem Rest der Wildkräuter und rsapelt eine kleine Karotte für die Farbe drüber.

An Guaden!

Kann gegessen werden: Omelett mit grün aus dem eigenen Garten oder vom Spaziergang

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