Frühlingsimpressionen

Ihr habt Euch einen Bericht von “da draußen” gewünscht und deswegen hab ich mich am Samstag und am Dienstag früh mit meiner Kamera bewaffnet und hab eine Runde um den Hof gedreht. Im Fokus dieses mal: Was alles gerade blüht oder kurz davor steht. Und natürlich Hühner, Katzen und Gänse. Mit einer erstaunlichen Erkenntnis über Hühner.

Wir starten dieses mal in der Mosauerei – in der ihr euch mit Masken gegen eine Spende an Ärzte ohne Grenzen eindecken könnt. Vor dem Wurzgarten hab ich den Spaziergängern durch Weidenthal übrigens ein (Sunn-)Bankerl hingestellt, da könnt ihr euch gerne für ein Päuschen niederlassen.

Der Teich ist gerade nicht so hübsch anzusehen, weil die vielen Karpfen gerade den Boden ziemlich aufwualn. Und dort findet man auch schon die ersten Frühlingsblumen, die für unsere Bienen so wichtig sind. Also nicht rasenmähen sondern stehen lassen!

Und wenn wir dann beim Haus ums Eck biegen, schaut’s noch gar nicht so spektakulär aus: unser Birnenbaum und unser Kirschbaum blühen gleichzeitig. Kommt man den beiden Bäumen aber näher vernimmt man nicht nur das Brio der Bienen (heute ist sie aber lyrisch, die Mosauerin) sondern sieht auch eine Pracht, die einem das Herz aufgehen lässt

Und weil ich mich so gar nicht entscheiden konnte, welche Bilder ich Euch hier zeigen soll, könnt’s ihr euch hier durchklicken durch die blühende Pracht:

Und die Bienen sind natürlich auch schon fleißig bei der Sache – damit die Mosauerin vieeeele Früchte ernten kann – wenn ich schon keine Marillen haben werde heuer. Wie schaut’s da bei euch aus? Habt ihr welche?

Unter dem Kirschbaum blühen gerade die Jostabeeren – reichlich unspektakulär. Aber gute Früchte machen sie (und einige davon werden wieder in einem Sirup landen)

Hinter dem Kirschbaum steht eine meiner Weiden (Weidenthal, ihr wissts schon…) die auch extrem unscheinbar blühen – aber enorm wichtig für die Insekten sind.

Und weiter geht’S mit den Birken und auch am Boden blüht es, davor noch Hainbuchen, die bald grün werden und wieder Weiden – die Olivenbäume des Innviertels 😉

Weiter hinten die (junge) Obstbaumfraktion: 1x Kronprinz Rudolf. 1x Klarapfel, 1x Quitte und 1x Zwetschge von der ich eigentlich geglaubt habe, sie ist mir eingegangen. Tja. Doch nicht.

Hinterm Stadl steht mein Lieblingsbaum (den ich eh dauernd fotografiere, glaub ich): ein alter Birnbaum – der hier schon am Hof stand, als ich ein Baby war. Was jetzt auch nicht gerade vorgestern war. Knorrig und voller Mostbirnen im Herbst. Darunter ein Hollerbusch, der bald für den Sirup blühen wird. Ich lass aber genügend für die Insekten und später Früchte für den Winter übrig.

Und auch wenn der Baum einmal abgestorben sein wird, wird er nicht weggeräumt werden, sondern Lebensraum für viele Arten sein, die sich um die Verwertung seiner Überreste kümmern werden. Was uns auf die andere Seite des Grundstücks bringt nämlich zum Gerinne und meinem langfristigen Projekt “Vogel- und Windschutzhecke”:

Dort darf fast alles so bleiben wie es umfällt, abbricht oder abgebissen wird – vor 5 Jahren haben wir da viele Bäume schlägern lassen und seitdem arbeite ich daran, das möglichst naturnah zu gestalten. Das heißt konkret:

  • Bäume die in der Hecke umfallen bleiben liegen solange ich auf beiden Seiten durchkomme
  • Bäume und Sträucher, die woanders umfallen und dort nicht bleiben können werden unter die Büsche gegeben zum Verrotten
  • neu gepflanzte Bäume sind ausschließlich heimisch und sowohl Hitze- als auch Trockenheitstolerant
  • der Bereich wird möglichst wenig von mir betreten

Mittlerweile ist das Idyll von Insekten (am Bild irgendeine Erdhummel) und Vögeln gut besucht, aber auch die lokalen Rehe kommen gerne bei mir vorbei – letztens hat sich eine trächtige Rehkuh (heißt das überhaupt so???) bei mir an den Teich gelegt. Ich hab ein Foto davon gemacht, aber keine Karte in der Kamera gehabt (Spezialisten leisten mehr hehe). Die Fußabrdrücke hab ich aber hinbekommen.

Und jetzt ist aber auch mal Zeit sich um die Mosauerische Nutztiere zu kümmern und sie zu begutachten – zumindest 4 von 5 haben mir irgendwo auf meinem Rundgang aufgelauert.

Im Wurzgarten geht’s auch schon los mit dem Wachsen und Sprißen – Knoblauch ist schon voll heraußen, der Spinat hat schon gekeimt, meine vielen Sorten Minze stecken auch schon ihre Triebe raus, das Currykraut ist immergrün (bzw. eigentlich immergrau), gleich neben meinem Wurzgarten haben wir (endlich) ein paar Rosen eingesetzt und die Zwiebel und der Oregano ist auch schon wieder da. Alle restlichen Pflanzerl sind ja noch für Euch in meinem Shop http://www.mosauerin.at/shop 😉

Die Gänsefraktion ist auch in Frühlingsstimmung – und Magarethe (die weiße Gans) legt brav Eier. Die man übrigens auch zum Kochen verwenden kann. Wenn man denn will. So sind auch alte Gänse noch quasi Nutztiere 😉 Sind sie nicht herzallerliebst?

A propos Nutztiere. Offenbar stehen nicht nur Menschen auf Kirschblüten – nein auch Hühner. Also zumindest ein Huhn. das hüpft und flattert nach oben und knabbert sich was von den Blüten ab. Das hab nicht mal ICH gewusst – und mir sagt man nach, ich wär nicht nur eine Muzi-Tante sondern auch ein Hühner-Chick. Wie witzig ist diese Hehn denn bitte, gebt’s euch das!

So, das war’s mit unserem kurzen Rundgang rund ums Haus auch schon wieder – lassts euch den Frühling gut tun!

4 Kommentare zu „Frühlingsimpressionen

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  1. Schöner Artikel, aber im Innviertel heißt’s nicht Johannisbeere sondern Ribisl und das weibliche Reh ist keine Kuh sondern eine Geiß.
    Mit besten Grüßen aus Graz

    1. Lieber Heinz, danke für die Kuh-Korrektur! Es sind aber übrigens tatsächlich JOSTAbeeren die unter meinem Kirschbaum stehen – das sind nur fast Ribisln 😉 LG nach Graz!

  2. Danke für die wunderschönen Rundgang um dein Haus. Freue mich schon darauf, wenn ich selbst vorbeikommen darf.

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von Anders Noren.

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