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Der Garten im Februar: Runter von der Couch!

Garten Februar

Der Februar ist die Zeit, in der man den Frühling im Garten schon ahnen kann. Naja, zumindest manchmal. Ein wenig geht es ja auch schon los: die ersten Fruchtgemüse werden drinnen angesät und ab Mitte Februar geht es dann auch schon draußen los mit „richtiger“ Gartenarbeit. Die Sträucher und Obstbäume müssen geschnitten werden, die Hochbeete werden aufgefüllt und auch sonst ist rund um was zu tun. Also heißt es nun wirklich: Runter von der Couch und raus in den Garten! Packen wir es an!

Im Wurzgarten

Melanzani-Pflanzen im Sommer

Im Februar die ersten Fruchtgemüse für den Garten aussäen

Damit die wärmeliebenden Paprika, Melanzani, Tomaten und co eine Chance haben, in unserem Klima reif zu werden, müssen sie im Haus vorgezogen werden. Würde man das nicht tun, würden wir kaum Paradeiser und co. bei uns ernten können. Ich säe wie folgt an:

Anfang des Monats:

Mitte Februar säe ich für den Garten aus

Sobald die im Haus angesäten Fruchtgemüse wie Paprika und Co. gekeimt haben stelle ich sie kühler aber hell. Sie entwickeln sich dann zwar langsamer, aber werden kompakter & robuster. Sobald sich mehr als zwei Blätter (die Keimblätter) gebildet haben, kann man die Pflanzerl pikieren, also einzeln in Töpfe mit normaler Erde setzen (ich spar mir das aber, indem ich gleich einzeln aussäe, ich topfe sie dann in nähstoffreiche Erde um wenn sie ca. 7-10 cm groß sind. )

Verschiedene Krautsorten, fertig zum Pikieren

Brombeeren schneiden

Triebe, die letztes Jahr getragen haben, werden im Februar knapp über dem Boden abgeschnitten. Die Seitentriebe von Trieben, die im Vorjahr nicht getragen haben kürzt man auf 2-3 Knospen ein.

Wer das ganze etwas übersichtlicher haben will und sich mit dem Schneiden leichter tun will, bindet die Triebe, die im letzten Jahr nicht getragen haben an den oberen Spalierdrähten fest. Im Frühling treibt die Brombeere dann von unten wieder durch, diese neuen Triebe werden an dem untersten Spalierdraht angebunden und dort quasi „geparkt“. Im nächsten Februar schneidet man die Triebe, die an den oberen beiden Drähten angebunden waren und getragen haben wieder komplett ab und bindet die geparkten nun auf die oberen zwei Drähte um. Weil Brombeeren aber meist wuchskräftiger sind, als man vorher glaubt, überholt hier oft die Realität den Plan…

Wird im Februar komplett zurückgeschnitten: Triebe die im Vorjahr getragen haben knapp über dem Boden abschneiden.

Apfel und Birne schneiden

Ich hab mal einen Obstbaumschnittkurs gemacht und das Allerwichtigste, das ich dort gelernt habe ist der Satz:

„Ein alter Baum hält es aus, bei einem Jungen verwächst es sich“ – sprich: Man muss sich beim Schnitt nur trauen. Die Natur verkraftet den Schnitt durch den Menschen.

Weisheit meines Obstbaumschnittkursleiters

Wichtig beim Obstbaumschnitt ist jedoch, dass man auf die Witterung achtet: es sollte in der Zeit nach dem Schnitt nicht unter -5 Grad bekommen und regnen. Das würde nämlich Pilzbefall begünstigen. Das Verkleben der Schnittflächen mit Baumwachs macht man übrigens nicht mehr (nur mehr bei großen Wunden mit mehr als 10cm Durchmesser – aber da wird nur der Wundrand verschlossen), denn auch das begünstigt Pilzbefall (weil die Masse eintrocknet und schrumpft und da drunter perfektes Pilz Klima herrscht.

Ich bin ja bei weitem keine Spezialistin in Sachen Baumschnitt, aber ich schneide meine Bäume so:

Bislang beschert mir diese Methode eine reichliche Ernte bei meinen Apfelbäumen (der Birnbaum ist so hoch, den kann ich nimma schneiden) – die Natur hält meinen Schnitt also aus.

Im Hausgarten

Den Sommerflieder zurückschneiden

Ich weiß schon, dass der Sommerflieder, auch Buddleja genannt, eine invasive Art ist und dementsprechend nur „unter Aufsicht“ kultiviert werden sollte, denn er bildet eine Unmenge von Samen, die sehr gut keimen und Brachland besiedeln. Dort verdrängen sie die heimischen Arten. Nicht gut also. ABER. Der Sommerflieder ist auch wahrer Schmetterlingsmagnet und liefert viel Nahrung für Insekten im Sommer. Allerdings nur für die Erwachsenen Tiere. Keine einzige Schmetterlingsraupe ernährt sich von ihm. Gerade für die Raupen wäre es aber wichtig, Futterpflanzen zu haben. Wenn man jedoch in seinem Garten ausreichend für Futterpflanzen sorgt, indem man heimische Gehölze und Wilde Möhre, Kohl, Faulbaum, Brennnesseln, wilder Fenchel, Hornklee fördert und pflanzt UND die verblühten Rispen des Sommerflieders abschneidet, BEVOR sie Samen bilden und der Wind sie weit wegtragen kann, spricht nicht alles gegen den Sommerflieder.

Sommerflieder im Sommer

Da er Sommerflieder ausschließlich auf neuem Holz blüht muss er radikal zurückgeschnitten werden um in voller Pracht Schmetterlinge anzulocken.

Ab Mitte Februar kann der Sommerflieder geschnitten werden. Je früher man das macht, desto früher im Jahr blüht er dann auch. Alle starken Vorjahrestriebe werden auf 2-3 Augenpaare eingekürzt, dünne Triebe und Triebe die in den Strauch hineinwachsen, werden komplett entfernt.

Bei größeren Sträuchern bleibt man in der Mitte höher als am Rand, damit der Strauch seine Form behält. Den Strauchschnitt vom Sommerflieder bringt man am Besten in die Kompostieranlage, denn er hat als Neophyt das Potential sich auszubreiten.

Hortensien schneiden

Bauernhortensie im Sommer

Ich finde ja in jeden Garten gehört eine Bauernhortensie. Und auch sie gehört im Februar zurückgeschnitten – allerdings reicht es aus, die verblühten Blütenstände vom Vorjahr abzuschneiden. Die Bauernhortensie hat ihre Blütenansätze schon im Vorjahr gebildet.

Anders bei den Rispenhortensien, die bilden die Blüten an den neuen Trieben, können also im Februar knapp über dem Boden abgeschnitten werden. Kletterhortensien hingegen brauchen gar nicht zurückgeschnitten werden.

Die Rispenhortensie wird knapp über dem Boden abgeschnitten, denn sie bildet ihre Blüten an den neuen Trieben


Vogelnistkästen überprüfen und ausräumen

Wenn es im Herbst noch nicht geschehen ist, sollten spätestens im Februar – bevor die Vögel zu nisten beginnen – die Nistkästen überprüft und ausgeräumt werden. Ansonsten verschafft man den Vogelparasiten einen Startvorteil gegenüber den Vögeln, denn die brauchen dann nur auf die Vögel aufsteigen. Eine gewisse Anzahl an Parasiten ist normal und für gesunde Vögel kein Problem. Werden es zu viele, kann das für einen Vogel durchaus das Ende bedeuten.

Hängt schief am Stadl: Die Kohlmeisen Villa

Mehr ist zumindest bei mir im Garten noch nicht zu tun im Februar. Aber man soll eh langsam anfangen. Etwas anderes hab ich allerdings auch schon im Garten erledigt, der Beitrag dazu kommt

Hast du noch Tipps für mich, was man im Februar im Garten auf keinen Fall vergessen darf? Lass es mich wissen!


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