Auf so einem alten, nicht mehr bewirtschafteten Hof, wie wir ihn haben, hat man neben einem Haufen Arbeit vor allem eines: Viel Platz. Und obendrein noch einen alten Misthaufen. Und heuer war es soweit, dieserjenigerwelcher sollte zu einem Hochbeet werden. Weil das halt irgendwie mehr Sinn macht, als ein ungenutzter Misthaufen zu bleiben. Es hat ungefähr 2 Monate länger gedauert als geplant, aber so ist das Leben halt, es kommt oft was dazwischen: Manchmal viel Kleinscheiß, manchmal richtig großer Scheiß und manchmal sowohl als auch.
Aber was lange dauert, wird hoffentlich auch gut.
Die Ausgangslage sah irgendwann heuer früher im Jahr so aus, ein richtiger Misthaufen, im wahrsten Sinne des Wortes:
Das rote Ding mit Dach ist übrigens eine Art Gewächshaus, das mein Onkel konstruiert hat und in dem letztes Jahr noch mein Gemüse gewachsen ist. Heuer sollen da die Paradeiser hineinkommen.
Dieses Teil musste als erstes mal weg, denn es war geplant, das Hochbeet über die gesamten 11 Meter Länge des ehemaligen Misthaufens zu ziehen. Ja, richtig gelesen. 11 Meter. Wer ko, der ko.
Dann muss mal der Sand weg hier – und wie macht man das am besten, mit dem Hoftrac:
Fertig, Platz ist frei!
Nun können auch schon die Löcher gebohrt werden. Mit richtigem Mädchen Werkzeug. Und einem richtigen Bohrer (40mm!).
Warum wir einen Bohrer dieses Kalibers brauchen? Weil so ein Misthaufen in der Regel betoniert ist, und wir da durchbohren müssen, um in die Erde zu kommen. Also Loch gebohrt, Stange hinein und draufhaun. Zack Zack, drinnen.
Die ersten Stützen stehen…
Da brauchen wir doch gleich mal einen Manöverschluck! Stößchen!
Wenig später sind auch schon alle Stecken in der Erde eingeschlagen und die Wände aus Holz aufgerichtet. Schraubzwingen schützen die Zehen der fleißigen ArbeiterInnen. Die Haken für die Verspannung sind auch bereits in der Wand eingeschlagen.
und Oh, schon wieder ein Päuschen, dieses mal vom Daniel zubereitet. Wenn schon hackeln, dann aber bitte mit Stil!
Weil die Erde irgendwann mal recht kräftig gegen die Holzwand drücken wird, haben wir zwischen Betonmauer und Steckerl eine kleine Verspannung eingebaut. Der Mosauer meinte zwar, dass das ein wenig überdimensioniert sei, aber der hat auch meine dynamischen Festigkeitsberechnungen damals in Maschinenelemente I nicht gesehen – oder wie ich gerne sage: vü hüft vü.
Dass übrigens die Sicherheit eingehalten wird, dafür haben wir bei uns am Hof unsere Bauinspektoren, die alles und jedes, das wir konstruieren eingehend begutachten und je nach Lust und Laune auch mehr oder weniger kritisch kommentieren:
Ja und dann sind wir auch schon beim Auslegen der Folie – natürlich aus dem Lagerhaus, wie es sich am Land halt geziemt.
Und wenn das dann mal erledigt ist, dann geht’s auch schon an die Füllung des Hochbeets.
Ganz unten, das grobe Zeug. Christbäume und diese Kategorie:
Drüber: Astlwerk. Und schön zammtreten, bittsche:
Drüber: Astelwerk. Feineres:
Drüber: Kompost, halbfertig:
Und drüber: Fertigen Kompost:
Und fertig!
Und das schaut bitte jetzt auch nur auf dem Bild so windschief aus, das steht in echt 1a in der Landschaft. Hamma gut gemacht.
Übers Bepflanzen berichte ich Euch ein anderes mal, dann nämlich, wenn ich weiß, was vom Pflanzenmarkt übrig geblieben ist 🙂 Wir sehen uns doch dort, oder?
Alles Liebe
mosauerin

