Die Rose, die ich mir letztes Jahr in Seitenstetten gekauft habe, sollte längst im Garten blühen. Stattdessen wird sie wohl ihren zweiten Winter im Topf verbringen. Das Hochbeet wollte ich reparieren. Und den Altmetallhändler endlich anrufen. Heuer habe ich im Garten zwar viel umgesetzt: einen komplett neuen Bauerngarten angelegt, die Tropfbewässerung installiert und Beete neu gestaltet. Trotzdem sind Arbeiten liegen geblieben, die eigentlich gemacht gehört hätten. Darunter sind Aufgaben, die teilweise in wenigen Minuten erledigt gewesen wären. Willkommen in meiner Gartenrealität!

Adventkranz binden & Duftkerzen gießen
Ein Adventkranz, der nicht nur gut aussieht, sondern auch wunderbar duftet – und die passenden Duftkerzen machst du gleich selbst!
Samstag 21. November 2026 9:00-12:00
Samstag 21. November 2026 14:00-17:00
Es wird dich schockieren, aber mein Garten besteht nicht nur aus blühenden Beeten, frisch angelegten Wegen und gelungenen Projekten. Und schon gar nicht aus perfekten Instagram-Motiven. Es gibt hier auch viel Realität im Garten: fünfminütige Reparaturen, die sich wochen- oder monatelang ziehen, tolle Ideen, die (immer noch!) auf ihre Umsetzung warten, und mehr oder weniger kleine Baustellen, die von einer Saison in die nächste geschoben werden und die ich jedes Jahr neu auf die „Zu-erledigen-Liste“ setze, um dann festzustellen: Wieder nicht gemacht.
Aber diese kleinen und großen Projekte, die liegenbleiben, gehören genauso zu meinem Gartenjahr wie der neue Bauerngarten, die Tropfbewässerung und der neue Schattengarten, die ich hier in den nächsten Monaten noch genauer vorstellen werde. So schön ein fertiger Garten auf Fotos und hoffentlich auch in echt aussieht: Dazwischen liegen jede Menge Arbeit, Improvisation und eben auch Dinge, die nicht erledigt werden. Ein paar davon zeige ich heute.
Für mehr Gelassenheit im Garten.
Gartenrealität: 9 Dinge, die ich heuer im Garten machen wollte

DIE Rose einpflanzen
Letztes Jahr habe ich diese Rose um viel (viel, viel) Geld in Seitenstetten erstanden – und heuer wird sie wohl bereits ihren zweiten Winter im Topf verbringen. Ich hab es nämlich auch 2026 nicht geschafft, sie einzupflanzen. Weil bei mir oft die Gier („Muss ich haben“) über den Verstand („Und wo setzt du sie bitte hin?“) gewinnt.
Kennt das vielleicht noch wer?

Die Baumschösslinge ausgraben und eintopfen
Sie wachsen dort, wo sie nicht bleiben können. Nämlich hinter dem Veranstaltungsraum. Dort, wo sie wachsen, sollte eigentlich heuer noch Erde auf den Schotter kommen und eine grüne Terrasse entstehen.
Dazu hätte ich aber die Pflanzen halt ausgraben müssen, die die offene Schotterfläche sofort besiedelt haben, als sie entstand. Die Fläche ist nicht nur ein Lehrbeispiel für das, was passiert, wenn mir die Motivation fehlt und alles zuwuchert, sondern ein Real-Life-Experiment, wie schnell die Natur Brachflächen übernimmt und neu besiedelt. Und wie logisch sie dabei vorgeht. Weiden und Birken sind neben Erlen DIE Pionierpflanzen bei uns. Eichen, Buchen und Co. folgen erst viel später.
Also hab ich ja noch ein wenig Zeit sie auszugraben…

Den Altmetallhändler anrufen
Übriggeblieben von so einigen Ab- und Umbauarbeiten im Garten ist jede Menge Altmetall. Gelagert im Garten, wartend auf den Altmetallhändler. Immer noch. Das, was hier zu sehen ist, ist von vor vier Wochen. Das vom letzten Jahr wurde bereits von der Natur überwuchert. Das war irgendwie auch meine Ausrede: „Ich muss erst warten, bis im Herbst die Sache wieder zugänglich wird.“ Erneut. Warum ich es nicht schon letzten Winter gemacht habe?
Gute Frage, nächste!

Einen Käferkeller bauen
Ein Käferkeller ist das neue Must-have im Garten nach Insektenhotels. Ich find’s eine super Sache. Ich wollte das unbedingt heuer noch ausprobieren und euch berichten, ob das was kann – und nicht mal so ein Fun-Projekt hab ich heuer geschafft, weil mir da das Hoftor dazwischengekommen ist (dazu gibt’s eine Geschichte, wenn ich wieder ein Schloss habe). Ich plane aber den Käferkeller schon mal fix für nächstes Jahr ein.
Falls mir nicht wieder was dazwischen kommt…

Das Dahlien-Hochbeet reparieren
Eigentlich sind es ja nur zwei Schrauben, die ich da hineinschrauben müsste. Aber seit dem Frühling, seit ich mit dem Hoftrac beim Nachfüllen der Erde gegen mein Dahlienhochbeet gefahren bin, hab ich es nicht geschafft, es herzurichten. Und ich wiederhole mich nur ungern: Zwei. Zwei kleine Schrauben. Naja, ok. Nicht ganz so klein.
Mittlerweile brauch ich für diese Arbeit, die im Frühling fünf Minuten in Anspruch genommen hätte, 20. Weil natürlich die Erde mittlerweile hinuntergerutscht ist und ich daher den Hoftrac brauche, um das Holz mit der Erde zum Stempen zu bewegen. Wenn ich es nicht bald mache, ist nächstes Jahr dann gleich der ganze Balken zu tauschen.
Ich freu mich schon drauf.

Die Heidelbeeren umpflanzen
Irgendwo hinter diesem Brennnesseldickicht wohnen meine Heidelbeeren. Sorgsam gebettet in einer alten Badewanne, damit sie nur ja fein in ihrer Erde stehen (Heidelbeeren brauchen einen sauren Boden). Da wir hier furchtbar fruchtbaren Boden haben (was gut für die Landwirtschaft ist), wachsen hier aber auch an allen Ecken und Enden Brennnesseln (was gut für die Insekten ist). Ich mag Brennnessel, aber in meinem Beerengarten ist es ein richtiger Kampf mit ihnen. Weil ich nicht mehr durchkomme. Die Brennnessel haben sich da mit den Brombeeren verbündet und beschlossen: der Mosauerin zeigen wir’s, wie das geht mit der unbändigen Natur.
Und weil ich weitere Heidelbeeren erstanden habe, sollten diese Heidelbeeren mit den neuen Heidelbeeren in ein neues Beet umziehen.
Die Frage ist nur, wann.

Tonscherben für Kellerasseln aufschichten
Aus „Gründen“ habe ich jede Menge Tonscherben von Töpfen bei mir. Weil ich ja so ein Mensch bin, der nur sehr, sehr ungern etwas wegschmeißt (Danke, Mama!), hab ich mir gedacht, das wär doch ein feiner Unterschlupf für Kellerasseln und Co. Und schnell gebaut. Genau darin liegt aber, glaube ich, das Problem. Weil es eben so schnell geht, brauch ich mir dafür keine Zeit reservieren. Sprich: ich schiebs herum.

Das alte (oreidige) Tomatenhaus entsorgen
Dieses Ungetüm gibt es schon, seit ich am Mosauerhof bin. Mein Onkel Karl, von dem ich den Hof übernommen habe, hat darin seine Tomaten gezogen. Ich hab das am Anfang auch gemacht, allerdings ist mir das bald zu klein geworden. Nach den Paradeisern kam das Kraut und schon letztes Jahr stand fest: Das Ding muss endlich weg. Vor allem, weil ich ein Glashaus wollte und den Platz brauchte. Das Glashaus hab ich heuer nicht gemacht, weil wir einen neuen Brunnen bauen mussten und der Spaß schon genug Geld kostete, aber das Tomatenhaus muss immer noch weg. Das Holz löst sich schon auf und es steht nur im Weg herum.
Nächstes Jahr ist es dann aber so weit. Gaaaanz bestimmt!

Das Pflaster neu verfugen
Unter der Schupfen im Hof haben meine Großeltern Granitpflaster verlegt. Jahrzehntelang wurde es für die landwirtschaftliche Tätigkeit befahren und ordentlich mitgenommen, sprich, es ist schief und uneben. Und in den Fugen ist – wenn es gut geht – Sand. Sprich: Es ist schlecht zu begehen UND das Unkraut wächst in den Ritzen.
Ich hab prinzipiell nichts gegen Unkraut (im Gegenteil!), aber ich brauch es nicht überall. Ein paar ordentliche Ecken braucht mein Garten einfach. Und so wollte ich eigentlich heuer das Pflaster neu und unkrautfrei verfugen.
Sogar einen Berater vom Lagerhaus hatte ich da. Was er mir geraten hat: „Rausreißen und neu Pflastern lassen, weil viel zu umständlich.“
Nicht mit mir! Das wird ein neues tolles Projekt für mich!
Die Frage ist nur für welches Jahr…

„Schönes Landleben! – Durchs Jahr mit der Mosauerin“
Ein Wohlfühlbuch zum Entdecken und Nachmachen – Voller Ideen, Rezepte und Inspiration rund ums Garteln, Kochen und Dekorieren direkt vom Mosauerhof.
Für alle, die das schöne Landleben lieben oder sich danach sehnen!
Grad aktuell bei mir auf Instagram…

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