Erdäpfel im Sack – ein Versuch

Für den innviertler Erdöpfikas sind sie essentiell und auch sonst gehören sie in jede gute Küche – Erdäpfel. Oder Kartoffel. Oder Grundbirn. Beim letzten Lagerhausbesuch (ja, wir sind hier auf dem Land, ich bin da öfter) konnte ich einfach nicht widerstehen und habe mir ein Raritätenkisterl voller Leckereien mitgenommen, und natürlich auch gleich eingepflanzt…

Da ich in einer Gartenzeitschrift die Anzucht in Säcken gesehen habe – dass muss der zweite große Trend neben Hochbeeten sein – wollte ich das natürlich auch gleich ausprobieren – mit 2 riesen Gartenabfallsäcken vom Hofer.

Es gibt bei mir heuer (hoffentlich) folgende Raritäten zu verarbeiten:IMG_0401

ergoogelt hab ich mir folgendes über die Sorten:

Bintje (Zulassung 1905)

mittelfrüh, hohe Erträge, vorwiegend festkochend, gute Erträge aber sehr anfällig gegen Kraut und Knollenfäule; beliebt in den 1950iger Jahren (>50% Anbauanteil); in Österreich nicht mehr gelistet aber wird noch angebaut; Krankheitsanfälligkeit: Kraut- und Knollenfäule

Ostara (Zulassung 1962)

frühreifend, vorwiegend festkochend; Schale dunkelocker bis braun Fleische hellgelb

Linzer Deklikatess  (Zulassung 1975)

mittelfrüh, mittelmäßige Erne, Salaterdäpfel, wenig anfällig auf Krankheiten; Abstammung: Kreuzung Sieglinde x Zuchtstamm; hellgelbe Schalenfarbe, hellgelbe Fleischfarbe, längliche Knollenform; Krankheitsanfälligkeit: Krautfäule, Blattrollvirus

Und so hab ich’s gemacht

Ich habe also meine 2 Säcke bis auf ca. 20 cm aufgerollt und erst mal mit etwas feinem Schotter eine Drainageschicht gemacht, die Säcke sind nicht wasserdicht und das ist auch gut so :). Dann habe ich in einer Scheibtruhe die Erde mit Hornspänen vermengt (leider ist mein Kompost noch nicht soweit, also muss ich mir heuer noch so behelfen – aber die Erde muss für Erdäpfel nicht so hochwertig sein) Urgesteinsmehl hatte ich keines mehr, aber es muss auch so gehen. Die beiden Säcke habe ich auf eine alte Palette gestellt, damit ich sie später ohne zu Schleppen bewegen kann – schlaues Mädchen!

 

Die Erde habe ich dann gute 10 cm in die Säcke gefüllt und ein wenig angedrückt, dann kamen auch schon die Erdäpfel – ich habe mit Bintje begonnen, weil die schon am weitesten ausgetrieben waren. Tja und die habe ich dann so im 15 cm Abstand auf die Erde gelegt, normalerweise sollte man einen Pflanzabstand von ca. 30 cm einhalten bei Erdäpfel, aber da gehen dann ja noch weniger in die Säcke rein. Ich habe in meine beiden Säcke gerade mal 1/2 Sack Pflanzerdäpfel einlegen können. Also viel zu viel Erdäpfel über.

Ja und wenn dann alle drinnen sind, wieder mit Erde bedecken.

Die übriggebliebenen Erdäpfel habe ich zum Teil in leere Erdsäcke (also die Säcke wo die Erde drinnen ist, wenn man sie kauft) gegeben, immer 2 Stück, da haben nicht mehr Platz finde ich – aber ich hab da ja auch noch keine Erfahrung.

Ich bin schon sehr gespannt, ob das was wird! Drückt mir die Daumen!

Alles Liebe & happy erdöpfling 😀

mosauerin

PS: Wenn übrigens jemand aus der Gegend ist und ein paar Saaterdäpfel haben möchte, ich bring die, die mir übrig geblieben sind, zum Pflanzenmarkt mit, bereits in Töpfe eingesetzt und daher vorgetrieben! 🙂

 

 

 

 

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7 Kommentare zu „Erdäpfel im Sack – ein Versuch

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    1. Ach ich sag mal so. betten wir lieber den Mantel des Schweigens darüber… Heuer kommen sie nicht mehr in die Säcke, heuer geht’s ab in den Garten 😀 also kurzgesagt, ich hätte mir heuer mehr Ausbeute erwartet, die meisten waren recht klein. Wie machst du das denn mit dem Garten, du bist doch nur am Wochenende da? oder weiß ich da was noch nicht?

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      1. Kommt, dann bei uns keine Säcke 😉 wie wir das mit dem Garten machen, ist die große Frage. Pflegeleicht auf alle Fälle. Ich bin im Sommer zwei Monate dort, sonst nichtmal jedes Wochenende. Aber Mutter und Schwiegermutter sind in Pension und in der Nähe, die könnten schon mal spritzen oder so. Aber vermutlich wirds hauptsächlich auf Beeren und eben sowas wie Erdäpfel rauslaufen, was keine tägliche Pflege braucht…

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      2. Ich hab letztes Jahr über professionelle Bewässerung nachgedacht, also mit Sensoren die dann einschalten, wenn’s zu trocken ist – kostet echt nicht die Welt (gegenrechnen darfst eh nix, was du im Garten investierst), Mama Mosauerin hat’s mir dann aber in den buntesten Farben ausgeredet (wozu, und wenn der Schlauch platzt, die Pumpe rennt heiß, Hof brennt ab – so in die Richtung) und dann hab ichs halt lassen & hab nur einen Tropfschlauch gekauft, damit sie ihn nur aufdrehen muss und sonst nix zu tun hat. Dann hat sie den abgesteckt und alles so gegossen. hätt ich einfach nicht auf sie gehört… 🙂 na im Ernst, musst mal schauen, da gibt’s echt tolle Systeme mit denen du de Garten steuern kannst! Ansonsten wird’s wahrscheinlich wirklich mühsam, wenn du andere Sachen außer dem genügsamen Zeug haben willst…

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