Wie sag ich’s meinem Mann?

Der Tag der Liebe, der Valentinstag, steht wieder vor der Tür. Und mit ihm oft auch der Mann unserer Träume, mit einem Strauß Rosen in der Hand, leuchtend rot, perfekt arrangiert, duftend. Oh, wie romantisch! Zumindest auf den ersten Blick. Denn kaum haben wir die Blumen in der Vase gestellt, beschleicht uns dieses kleine, vertraute Gefühl: Da war doch was…

Denn wir haben es alle schon mal gehört: Wie viel Wasser für diese paar Rosen gebraucht wird, wie Tonnen an Pestiziden Böden, Gewässer und Menschen in Columbien, Ecuador, Kenia und all den anderen Ländern extrem belasten und dass die Arbeitsbedingungen der Menschen die unsere blühende Pracht produzieren oft alles andere als fair und gesundheitlich unbedenklich sind. Wir wissen, dass die Blumen um die halbe Welt geflogen werden, nur um nach ein paar Tagen schlappzumachen. Bei mir ist da die Romantik irgendwie so komplett weg, wenn ich an das denke.


Valentinstags-Blumen in Österreich – Fakten

Anzahl der Sträuße:
Ca. 20  Millionen Blumen werden in Österreich zum Valentinstag verkauft und verschenkt.
(Handelsverband Österreich)

Wasserverbrauch:
Rosenanbau verbraucht etwa 500 Liter Wasser pro m² pro Jahr.
(Zipdo.co)

Transport & CO₂-Emissionen pro Strauß:
0,5–2 kg CO₂‑Äquivalent pro Strauß á 10 Blumen. Transport über Tausende Kilometer, Kühlfracht inklusive (Zipdo.co)

Pestizide & Chemie:
Schnittblumen können bis zu 32 verschiedene Pestizide enthalten, darunter Stoffe, die in der EU nicht mehr zugelassen sind
(help.orf.at)

Arbeitsbedingungen:
Ca. 80 % der Schnittblumen stammen aus Ländern des globalen Südens, häufig mit niedrigen Umwelt- und Sozialstandards
(Zipdo.co)

Gesamt-CO₂ in Österreich am Valentinstag:

1. 000–4 .000 Tonnen CO₂ durch ca. 2  Millionen Sträuße
Entspricht etwa 1 600–4 400 Hin‑und Rückflügen Wien–Mallorca (klimaschutz-portal.aero, Skoot.eco)


Aber warum ändern wir das dann nicht? Warum sind uns Blumen im Februar von unserem Schatzi so wichtig?

Ich glaube, weil Blumen ein Symbol für Zuneigung und Aufmerksamkeit sind, ein Ritual, das uns zeigt: „Ich habe an dich gedacht.“ Sie sprechen unsere Gefühle an, ohne Worte. Es geht also eigentlich nicht um das Geschenk selbst – es geht um die Bedeutung dahinter.

Und genau das öffnet den Raum für Alternativen (die durchaus auch was mit Blumen zu tun haben sollen – Vorschläge weiter unten!). Denn wir können das Ritual ja so anpassen, dass wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Wir können Blumen schenken, die länger Freude machen, fair produziert sind oder schlichtweg kreativ und persönlich sind – so dass der Valentinstag nach wie vor Liebe und Aufmerksamkeit miteinander verbindet, ohne dass wer auf der anderen Seite des Planeten die Zeche dafür zahlen muss.

Valentinstag

Winterblumen sind kein romantisches Naturprodukt, auch wenn uns das die Werbung weismachen will. Sei sind ein Produkt einer globalen Industrie mit langen Transportwegen, hohem Energieverbrauch und oft problematischen und ökologischen Folgen.


Wie sag ich’s meinem Mann?

Wir sind uns ja eh einig, da muss was anders werden. Die Frage ist nur, wie bringen wir es unserem Mann bei, dass wir uns zwar total über die Blumen von ihm freuen, aber vielleicht halt nicht im Februar und gerne regional und bitte ohne, dass wir anderen Menschen irgendwo auf dieser Welt damit gesundheitlich gefährden?

Also, wie bringen wir das locker und liebevoll rüber, bevor der große Blumenmoment kommt?

In meinem Fall würde ich sagen: „Ich will das nicht mehr“ – weil aber nicht jeder Mann mit der mosauerischen Holzhammer-Methode umgehen kann und sich das für ihn vielleicht als Kritik an ihm anfühlt hab ich mich mal schlau gemacht, wie man das so angehen könnte…

Valentinstag

1. Das Thema Valentinstag ganz entspannt angehen

Manchmal hilft es, das Thema einfach mal beiläufig ins Gespräch zu bringen, ohne Druck. Zum Beispiel beim gemeinsamen Kaffee oder beim Spaziergang:
„Hey, ich hab neulich was Spannendes über nachhaltige Blumen gelesen – hast du dich da schon mal drüber Gedanken gemacht?“
So öffnest du die Tür für Austausch, ohne dass es nach „Ich will, dass du das machst“ klingt.

2. Wünsche als gemeinsame Entdeckung formulieren

Statt zu sagen „Ich will das“, kannst du es als Einladung verpacken:
„Ich fände es schön, wenn wir dieses Jahr mal am Valentinstag ein nachhaltiges Blumengeschenk oder vielleicht Trockenblumen ausprobieren. Das fühlt sich für mich irgendwie besser an.“
Das lädt ihn ein, mit dir zusammen neue Ideen zu entdecken, statt sich bevormundet zu fühlen.

3. Humor als Schlüssel nutzen

Ein bisschen Spaß darf sein:
„Wenn du nächstes Jahr mit einem Strauß kommst, der länger hält als drei Tage, hast du sofort Bonuspunkte bei mir!“
So bleibt das Gespräch leicht und positiv, und er merkt, dass du dich freust, wenn er sich Mühe gibt – nur eben auf eine nachhaltige Art.

4. Gemeinsam planen

Vielleicht könnt ihr auch zusammen überlegen, was euch beiden Freude macht. Das kann auch ein Blumengutschein sein, den ihr gemeinsam auswählt, oder ein Workshop, den ihr zusammen besucht. Oder du machst ihm ein paar Vorschläge, worüber du dich freuen würdest.
So wird aus dem Valentinstag ein gemeinsames Erlebnis, das verbindet und nicht nur ein Geschenk.

So kannst du das Thema Valentinstag und nachhaltiges Schenken ganz natürlich und liebevoll ansprechen – und mit meinen Alternativen zum klassischen Valentinsstrauß vom Floristen oder aus dem Supermarkt wirst du bestimmt mega happy:

Valentinstag

Ideen: Die Alternativen zum Strauß am Valentinstag

Neben vielen weiteren Alternativen zu frischen Blumen im Februar könnte dir dein Partner zum Beispiel folgendes schenken:

1. Trockenblumen – Schönheit, die über den Valentinstag hinaus bleibt

Trockenblumen sind die unaufgeregte, zeitlose Variante der frischen Blume. Sie verwelken nicht, sie benötigen kein Wasser und sie können regional produziert werden, die allermeisten Slow Flower Bäuerinnen bieten auch Trockenblumen-Arrangements an (ich übrigens nicht ;-)), Sie sind ästhetisch, modern und nicht kitschig – eine Freude, die monatelang anhält.

Emotional interpretiert könnte man sagen: Sie stehen für eine Liebe, die nicht nach drei Tagen vergeht, sondern bleibt. Vielleicht fehlt ihnen der kurze Glanz und die Leuchtkraft eines frischen Straußes, dafür bringen sie etwas anderes mit: Charakter und Ruhe. So wie tiefe, gewachsene Beziehungen.

2. Blumengutschein – für den perfekten Zeitpunkt

Ein Gutschein klingt vielleicht erstmal unspektakulär, aber er ist ein echter Joker. Ein Blumen-Gutschein ist nicht „weniger romantisch“ – er ist bewusst und persönlich. Die Beschenkte entscheidet selbst, wann sie später irgendwann mal Blumen möchte, und erhält sie dann saisonal und regional.
Damit verschenkt er nicht nur Blumen, sondern auch Freiheit. Ein Geschenk, das sagt: „Du kannst dir etwas Schönes gönnen, wann es für dich perfekt ist und nicht weil es gerade der 14. Februar ist“
Für den Mann, der nicht so gut im Blumen aussuchen ist, aber gerne etwas Persönliches schenken will, ist das die perfekte Lösung. Ein Blumengutschein steht für Individualität und Respekt für selbstbewusste Frauen.

3. Sein ganz persönlicher Strauß zum Valentinstag

Stell dir vor, er sucht, schneidet und bindet deinen eigenen Blumenstrauß – ein Geschenk, das seine ganze Persönlichkeit trägt. Das ist nicht nur romantisch, sondern auch richtig besonders, weil es zeigt: „Ich hab mir Zeit genommen, etwas für dich zu machen, das von mir kommt.“

Aber mal ehrlich, nicht jeder Mann fühlt sich sofort wie ein Blumenprofi. Deswegen gibt es bei mir das „betreute Blumenpflücken für Männer“ Kein Scherz!
Dabei bekommt er genau die Unterstützung beim Blumenbinden, die er braucht – ganz individuell, je nach Talent. Ob er eher der praktische Typ ist, der klare Anleitungen mag, oder der kreative Kopf, der einfach draufloslegen will – am Ende entsteht ein Strauß, der dir wirklich Freude macht. Mit der richtigen Auswahl an Blumen kannst du den Strauß dann auch trocknen.

Ganz ehrlich, so ein selbstgemachtes Strauß hat viel mehr Herz als der schnell gekaufte Blumenstrauß von der Tankstelle, oder?

4. Blumen-Workshops verschenken

Manchmal ist der schönste Valentinstags-Strauß gar kein Strauß, sondern eine kleine Auszeit zum Durchatmen – und die Gelegenheit, etwas Nachhaltiges mit den eigenen Händen zu schaffen. Keine vorgefertigten Sträuße, sondern individuelle Blumen Arrangements – ob als erste Berührung mit Schnittblumen oder als Vertiefung für Geübte: Es geht nicht um Technik, sondern um das Tun. Um Zeit, die man sich für etwas Schönes nimmt. Um Konzentration, Ruhe – und am Ende um etwas Eigenes, das man mit nach Hause nimmt. Ohne Druck, ohne Perfektion. Mit genau so viel Begleitung, wie man braucht.

Für Menschen, die gern mit den Händen arbeiten und Wert auf echte Materialien legen, ist ein Blumenworkshop eine besondere Art, Wertschätzung zu zeigen. Kein flüchtiger Blumengruß, sondern ein Erlebnis – und oft mehr sagt als ein fertiger Strauß.

Mehr zu meinen Mosauerflower findest du hier: Mosauerflower

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