
Ich habe meine Unschuld verloren. Nein, nicht das was ihr schon wieder denkt – aufmerksame Leserinnen wissen ja so einiges von mir und unter anderem eben auch, dass ich zwar nur zwei Kilometer von der Therme Geinberg entfernt wohne, aber noch nie drinnen war. Bislang.
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Wie immer war ich zu spät dran. Für einen lauen Sommerabend, ein Dienstag war es um genau zu sein, war ich in der Therme angekündigt und da wollte ich nicht allzu verspätet in Geinberg aufkreuzen, denn ich hatte einen Auftrag: Karibik Lagune besuchen (geht unter der Woche bis 21:00) und Cocktails schlürfen (geht bei mir prinzipiell immer, in der Karibiklagune aber nur bis 20:00). Also wollte ich um 18:15 nicht nochmal umdrehen und heimfahren, weil ich (Schlamphans) kein Badetuch mit hatte. Das macht aber gar nichts, an der Kassa kann man sich welche ausleihen, kostet 3 Euro. Geht eigentlich. Auch einen Bademantel hätte ich mir ausborgen können, denn so einen hatte ich selbstverständlich auch nicht mit, aber bei den heißen Temperaturen in letzter Zeit hab ich dankend darauf verzichtet und mich in der Umkleide in meinen Bikini geschmissen.
Therme und Sommer?
Die Wahl des Dienstages als Besuchstag hat sich für mich, die es gerne ruhiger mag, schon mal ausgezahlt, denn es war überschaubar wenig los und so konnte ich mir trotz der fortgeschrittenen Zeit eine Liege aussuchen und mir einen Überblick verschaffen. Erster Eindruck: es schaut wirklich aus wie in der Karibik, wenn man das Thermengebäude mal als Hotel interpretiert. Die Details stimmen einfach: die Palmen, die romantischen Schirme aus Palmblättern und natürlich der feine Sand haben bei mir sofortige Urlaubsstimmung ausgelöst. Also nichts wie rein, ins kühle Nass. Aber Moment mal: Ich bin doch da in einer Therme – passt das schon zum Sommer? Und ich muss echt sagen es war schon a bissi seltsam bei 33 Grad in ein ebenso warmes Becken zu steigen und mein Körper was kurz etwas irritiert. Man gewöhnt sich aber schnell daran und so zog ich die ersten Bahnen im warmen Nass.
Cocktails im Pool
Doch schon bald hatte ich, ich geb‘s ja zu, echt Gusto auf einen Cocktail. Vor allem, weil die anderen Gäste um mich herum alle bereits genüsslich die verschiedensten bunten Getränke vor sich hatten. Also ein wenig in der Karte geschmökert und festgestellt: die Auswahl an alkoholischen und antialkoholischen Cocktails und Longdrinks ist klassisch und gut ausgesucht und ich musste mich nicht lange entscheiden, als erstes probierte ich – weil ich unbedingt was mit Kokosnuss wollte – einen Bahama Mama, der in der Therme Geinberg in der Kaffeelikörvariante zubereitet wird. Der ist zwar eigentlich recht unansehnlich, schmeckt dafür aber gut – und für alle, die sich noch an die Serie Scrubs erinnern, war es der Lieblingsdrink von Bob Kelso. Aber lassen wir das.
Was war eigentlich das Blaue Getränk, das viele um mich herum schlürften? Es war ein Blauer Hugo: Prosecco, Soda, Hollerblütensirup, Minze, Blue Curacao. Da Prosecco ja bekanntlich immer geht, war das meine logische Wahl für die zweite Runde. Ich stellte fest: es hat einen Grund, warum das jeder um mich herum trinkt. Attraktiv und gut, richtig yummy.
Runde drei: Hicks – ein Campari Spritz. Ein wenig bitter nach den beiden Süßen aber ich mag das eigentlich, ein Cocktail (ok, mehr ein Longdrink, oder?) den ich auch daheim mal wieder machen werde.
Ich muss ja sagen, es hat schon was recht schickes, wenn man so im Wasser herumliegt und einem die bezaubernde Roseline köstliche Cocktails direkt an den Pool bringt – das Bezahlen läuft ja wie in anderen Badeanstalten über die Chips- Armbänder. Praktisch, aber man muss halt schon auch aufpassen, dass man es nicht übersieht.
Aber irgendwann muss man dann auch mal raus aus dem Wasser, insbesondere ich, denn ich hab ja todesmutig sowohl meine Spiegelreflex Kamera als auch mein Smartphone mit ins Wasser geschleppt um besonders authentische Fotos machen zu können – und ich hatte, anders in Pramet, keinen „Assistenten“ mit. Aber bis dahin ist weder dem einen noch dem anderen technischen Gerät etwas passiert. Und bevor ich das Schicksal und mein Glück noch mehr herausfordern konnte, bin ich dann raus aus dem Wasser.
Sonnenuntergang über Geinberg
Und das war auch gut so, denn dann konnte ich die Vorteile eines heißen Bades bei sommerlichen Temperaturen erleben – es ist nämlich dann angenehm kühl, wenn man aus dem heißen Wasser kommt. Und außerdem war das Licht dann auch noch besonders schön, sodass ich ein paar wirklich hübsche Fotos von einem Mojito machen konnte.
Nettes Plus übrigens: es werden BIO Strohhalme verwendet!
Als verantwortungsbewusster Mensch, bin ich nach meiner Cocktail-Karibik-Erlebnistour natürlich nicht mehr selbst mit dem Auto nach Hause gefahren (wie auch haha!), sondern hab mich natürlich abholen lassen.
Mein Fazit
Ein (Kurz)Urlaub oder eine stundenweise Auszeit in der Karibiklagune im Sommer ist etwas für Dich, wenn Du
- …endlich mal wieder Sand unter deinen Füßen brauchst
- …zwei, drei Stunden oder auch länger dem Alltag entfliehen willst
- …gerne Cocktail trinkst und jemanden zum Fahren hast
- …relativ hitzetolerabel bist und dir warmes Wetter nichts ausmacht
Mir hat’s sehr getaugt, die Cocktails waren durch die Bank empfehlenswert, es war recht ruhig und chillig und hört hört, ich hab danach gesagt: „Da könnt ma echt mal zu zweit hingehen“
Dieser Blogartikel entstand im Auftrag von Tourimusverband s’Innviertel
Mei, was so ein Biostrohalmerl sein soll? Weiß ich wirklich nicht, aber wie wär’s denn mit einem, große Überraschung, Strohhalm?
Ich hatte noch nicht den Genuß der Cocktails dort (wohl aber, Konkurrenz, da bei Füssen ganz in der Näh’, Mit Schlösserblick, leider Neuschwanstein und nicht die schöneren, tolleren wie etwa Linderhof.). Man hockt auf einer Bank im Wasser und bekommt so bunt alkoholisches kredenzt. Gut, der Gesundheitsanspruch der Warmwasserplantscherei leidet natürlich etwas, aber ja, es hat schon was. Das witzigste dabei war aber, und es wird mit etwas Alk ja noch lustiger, dass da so ein paar Kinder mit ihren ungefügen Schwimmhilfen herumsprangen und -plantschten, obwohl das doch sehr Erwachsenenbereich ist. Die haben das doch sonst eher gleichförmig langweilige Ambiente etwas herausgehoben, Leben in die Bude gebracht. Und dann natürlich noch der offensichtlich und für die Gegend ja nicht so ungewöhnlich aus Ostasien stammende Gast, der mit Handy im Außenbecken herumstakste und auf Teufel komm raus fotografierte, ja was wohl, besagtes Neuschwanstein natürlich. Wie gesagt: dazu etwas Alk und man kichert nur noch. Kann ja auch gesund sein.