Als ich letztens bei mir auf Instagram einen Post über heurige Erdäpfel mit Butter gemacht habe, hat eine liebe Leserin kommentiert, dass sie dazu auch gerne Liptauer isst. Was lustig ist, weil ich ebenfalls genau zu diesen heurigen Erdäpfel eigentlich auch Liptauer gemacht habe, es aber nicht fotografiert habe. Der Kommentar war aber für mich ein willkommener Grund mich mal genauer mit dem Liptauer zu beschäftigen. An Guaden!

Adventkranz binden & Duftkerzen gießen
Ein Adventkranz, der nicht nur gut aussieht, sondern auch wunderbar duftet – und die passenden Duftkerzen machst du gleich selbst!
Samstag 21. November 2026 9:00-12:00
Samstag 21. November 2026 14:00-17:00
In diesem Artikel gibt es nicht nur (m)ein Liptauer Rezept zum Nachmachen, ich habe natürlich auch recherchiert und bin über das original Rezept gestolpert. Und das unterscheidet sich überhaupt nicht vom Rezept aus klassischen österreichischen Kochbüchern.

Woher kommt der Name Liptauer?
Liptov – die Liptau – ist eine Region im Norden der Slowakei. Der Name leitet sich von der Liptauer Burg ab. Die Bezeichung Liptov für diese Gegend ist zwar nicht offiziell, wird aber als Tourismusregion vermarket. Die Gegend ist nicht nur für ihre Landschaft berühmt (Tatra, Stauseen) sondern auch für ihre reiche Geschichte und Kultur. Die Milchwirtschaft hat in Liptov eine lange Tradition, und die Region ist berühmt für ihre Käsesorten, insbesondere Bryndza (auf deutsch Brinsen), ein weicher Schafskäse, der eine wichtige Zutat in vielen traditionellen slowakischen Gerichten ist, unter anderem eben auch im Liptovská pomazánka – dem Liptauer.
Bei uns wurde der Liptauer durch die Habsburger bekannt – durch die Monarchie kamen viele Menschen nach Wien, die die Rezepte aus ihrer Heimat mitbrachten.

Der Bryndza
Der Bryndza ist ein zentraler Bestandteil der slowakischen Küche und bildet die Grundlage vieler Gerichte, darunter auch Bryndzové halušky (Kartoffelknödel mit Bryndza und Speck), das Nationalgericht der Slowakei. Der Käse wird aus Schafsmilch hergestellt und hat einen kräftigen, leicht salzigen Geschmack. Die Produktion von Bryndza geht auf das 15. Jahrhundert zurück, und der Käse hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Symbol der slowakischen Identität entwickelt. Heute ist Bryndza ein Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung.
Traditionelles Essen
Traditionell wird Liptovská pomazánka – der „Liptauer“ auf Bauernbrot oder Roggenbrot serviert, begleitet von rohem Gemüse wie Paprika, Zwiebeln oder Radieschen. Ich mag ihn gerne auf einem Vintscherl vom Lieblingsbäcker.
In der Slowakei kommt der Aufstrich oft als Teil einer „Jausenplatte“ gemeinsam mit hartgekochen Eiern und Essiggurkerln auf den Tisch, ähnlich wie bei uns.

Original Liptauer Rezept – Liptovská pomazánka
Zutaten
- 250 Gramm Bryndza (slowakischer Schafskäse) oder alternativ ein gemischter Schaf- und Kuhmilchkäse. Für die im deutschsprachigen Raum übliche Variante wird statt Schafskäse Topfen/Quark verwendet.
- 100 Gramm weiche Butter
- 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
- 1 EL scharfer Senf
- 1 EL süßes Paprikapulver (Paprika)
- 1 TL Kümmel, gemahlen
- 1 EL gehackte Kapern
- Salz und Pfeffer
- Zitronensaft
- Schnittlauch und Petersilie
Anleitungen
- Gib den Bryndza-Käse bzw. den Topfen/Quark/Skyr in eine Schüssel und zerdrücke ihn mit einer Gabel. Füge die weiche Butter hinzu und vermische beides gründlich, bis eine cremige Masse entsteht.
- Füge die fein gehackte Zwiebel, den Senf, das Paprikapulver und den gemahlenen Kümmel sowie die Kapern hinzu. Mische alles gut durch.
- Schmecke den Aufstrich mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft ab. Der Zitronensaft sorgt für eine leichte Frische im Geschmack.
- Stelle den Aufstrich für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank, damit er fest wird und die Aromen sich verbinden können. Vor dem Servieren kannst du ihn mit frischen Kräutern wie Schnittlauch oder Petersilie garnieren.
- Serviere die Liptovská pomazánka auf frischem Brot, Baguette oder als Dip zu Gemüse. Übrigens: Traditionell wird sie oft mit Paprika, Radieschen und Essiggurken serviert.
Meine neuesten Beiträge
-

Adventkränze, die Lust auf Weihnachten machen
Ein Adventkranz muss nicht immer nur klassisch aus Tannengrün und vier Stumpenkerzen bestehen. Unterschiedliche Grünsorten, ungewöhnliche Materialien und ein paar Farbakzente machen ihn zu einem ganz persönlichen Stück. Und warum nicht auch einmal die Kerzen selbst machen? Mit selbst gegossenen Duftkerzen aus nachhaltigem Rapswachs bekommt der Adventkranz nicht nur eine individuelle Optik, sondern verströmt auch… Read more
-

9 Dinge, die ich heuer im Garten machen wollte – und (wieder) nicht geschafft habe
Die Rose, die ich mir letztes Jahr in Seitenstetten gekauft habe, sollte längst im Garten blühen. Stattdessen wird sie wohl ihren zweiten Winter im Topf verbringen. Das Hochbeet wollte ich reparieren. Und den Altmetallhändler endlich anrufen. Heuer habe ich im Garten zwar viel umgesetzt: einen komplett neuen Bauerngarten angelegt, die Tropfbewässerung installiert und Beete neu… Read more
-

Ofenparadeiser – Was tun mit den letzten Paradeisern?
Rot allein macht noch keinen guten Paradeiser. Gerade die letzten Früchte des Jahres schmecken oft eher nach Wasser als nach Sommer. Mit Knoblauch, Oregano und Olivenöl werden daraus würzige Ofenparadeiser, die sich als Vorrat für den Winter eignen. Read more

„Schönes Landleben! – Durchs Jahr mit der Mosauerin“
Ein Wohlfühlbuch zum Entdecken und Nachmachen – Voller Ideen, Rezepte und Inspiration rund ums Garteln, Kochen und Dekorieren direkt vom Mosauerhof.
Für alle, die das schöne Landleben lieben oder sich danach sehnen!
Grad aktuell bei mir auf Instagram…



Das hört sich lecker an!