Reisfleisch – aber bitte Veggie!

Veggie Reisfleisch

Das kennst du bestimmt auch, dass immer mal wieder Reis überbleibt. Und dann noch verarbeitet gehört. Bei uns ist das vor allem der Fall, wenn der Meinige kocht (aber ich mach mich da gar nicht lustig, ich kann dafür keine Nudeln dosieren). Da es bei uns mittlerweile unter der Woche seeeeehr oft veggie gibt, brauchte ich einfach ein paar Gerichte ohne Fleisch in denen man die Restl verwerten kann. Mein Highlight für Reis ist momentan Veggie Reisfleisch.

Gut, es ist natürlich nicht wirklich ReisFLEISCH, sondern Reiserbsenproteinmantsch – aber das klingt echt nicht besonders sexy, oder? Aber der unsexy Name verrät zumindest, woraus unser „Fleisch“ hier besteht: Aus Erbsenprotein. Das ist zwar bestimmt auch hoch verarbeitet, dennoch ist meines (von einem Österreichischen Discounter) nicht nur BIO sondern hat auch noch außer Erbsenprotein nix drinnen. Find ich gut. Und weil es eben aus Erbsenprotein ist, ist es ein super Fleischersatz, den auch Schilddrüsenunterfunktionsgeplagte gut essen können. Sonst heißt ja Fleischersatz meist Soja.

Versteht mit aber bitte nicht falsch! Ich möchte hier auf keinen Fall dazu raten, dass ihr einfach alles Fleisch mit Fleischersatzprodukten ersetzen sollt – eben weil es ganz oft extrem hoch verarbeitet ist. Wer sich mal die Zutatenliste auf einigen veganen Produkten angeschaut hat, weiß wovon ich rede. Aber es gibt eben auch ein paar ziemlich coole Produkte, die man meiner Meinung nach bedenkenlos verwenden kann (und außerdem gibt’s ja auch noch viel gute Gemüse-Gerichte). Was ich an den Erbsen-Ersatzdingern (gibt’s auch in „Faschiert“) besonders toll finde, ist dass man zum Beispiel in der Spaghetti Sauce nicht mal ahnt, dass man hier kein Fleisch ist – nur so als Tipp, wenn ihr dem Eurigen mal ein bissi was gesundes unterjubeln wollt (Entschuldigung, Burschen!)

Aber genug der langen Vorrede, so lasset uns den Kochlöffel schwingen!

Veggie Reisfleisch

Reisfleisch – aber bitte Veggie!

Ok, es ist nicht wirklich Reis"fleisch" aber es schmeckt genau so. so who cares!
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gericht Hauptgericht, Klassiker, traditionell, Vegetarisch
Küche Österreich

Zutaten
  

  • 2-4 Tassen gekochter Reis vom Vortag (natürlich kann man auch rohen Reis nehmen, dann verlängert sich einfach die Kochzeit um 20 Minuten)
  • 1 Packung Bio Veggie Schnetzel auf Erbsenbasis 1 Packung sind 125 Gramm – erhältlich bei einem österreichischen Discounter
  • 1 große Zwiebel grob gehackt
  • 1 gehackte Knoblauchzehe
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß oder gemischt mit scharfem Pulver
  • 2 EL Öl anbraten
  • Majoran, Kümmel
  • Lorbeerblatt
  • Pfeffer, Salz zum Abschmecken

Anleitungen
 

  • Die Bio Veggie Schnetzel in viel Wasser für 15 Minuten einweichen und dann das Wasser ausgießen und die Schnetzel etwas ausdrücken.
    Währenddessen die Zwiebel und den Knoblauch zerkleinern.
  • Das Öl in eine Pfanne geben und die Zwiebel und den Knoblauchleicht anbraten. Die Schnetzel dazugeben und gut anbraten, bis sich Röstaromen gebildet haben.
  • Mit Wasser aufgießen bis alle Schnetzel bedeckt sind, und den Paprika, das Lorbeerblatt, etwas Kümmel und Majoran hinzufügen.
    Wenn du "frischen" Reis verwenden willst, dann 2 Tassen rohen Reis dazugeben und so lange kochen lassen, bis das Wasser verdunstet ist. Öfter mal nachschauen und ggf. Wasser nachfüllen, damit nix anbrennt.
  • Wenn du bereits gekochten Reis verwendest das Wasser auf ca, die Hälfte reduzieren lassen und den Reis dann dazu geben. Sobald der Reis warm ist, ist das Reisfleisch fertig!
Suchbegriff Reis

6 Kommentare zu „Reisfleisch – aber bitte Veggie!

  1. Ein leckeres Rezept, vielen Dank! Wir sind sehr froh über die neuen Produkte mit Erbsen- oder sogar Lupinenprotein, weil wir Soja gar nicht gut vertragen. Wir essen meistens keine Fertiggerichte, aber manchmal ist es praktisch. Fleischersatz ist eigentlich mehr für die Fleischesser-Vegetarier, wenn du verstehst, was ich meine 😉 🙂

    1. Ich bin keine Vegetarierin sondern ein Allesfresser, ABER ich esse halt super reduziert Fleisch und wenn es Fleisch gibt, ist es bei mir immer von höchster Qualität, sprich regional UND Bio (BIO ist bei mir bei allen Produkten mittlerweile der Mindeststandard) – es gibt sehr viele geile Gemüse Gerichte die bei uns auch auf den Tisch kommen als Alltagsküche, weil vieles einfach aus dem Garten kommt. Am Wochenende gibt’s bei uns meistens einen Tag Fisch und den anderen Tag Fleisch. Ich finde solche Produkte halt super, weil man damit Konsistenzen nachbauen kann, die man aus der Kindheit kennt, als unser Geschmacksinn geprägt wurde. Klar kann man Sugo auch aus Gemüse machen, aber man kann es eben AUCH aus Erbsenprotein machen. Und dann schmeckt es, dank des vielen Proteins wirklich nach Fleisch. Und manchmal hab ich halt Lust da drauf. Wenn man zum Beispiel Bosna machen will, wirds dann schon eng, denn Bosna ist halt wirklich fein und irgendein Würstel braucht man da drin. Und dann ist es doch fein, wenn es auch mal ein Lupinen Rostbratwürstel ist (haben wir erst gestern getestet, fanden wir in der Bosna wirklich super!)
      Alles in allem – sorry für die lange Antwort: Ich find die Sachen gut, weil sie 1. die Hemmschweller heruntersetzen, man 2. seinen Geschmack aus der Kindheit weiter haben kann und 3. eben diesen Menschen wie mich: ich essen Fleisch, aber ich habe eine Alternative auch bedienen. Aufpassen sollte man halt meiner Meinung nach bei der Verarbeitungstiefe der Produkte.
      Pfu. das war jetzt lang 😉

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