Multilokalität – Dahoam an mehreren Orten

Multilokalität. Nein, dabei geht’s nicht um eine ausgiebige Wirtshaustour, sondern um was (auch) recht Spannendes: Wie das ist, wenn Menschen an zwei (oder mehreren) Orten leben. Also z.B. z’Riad am Wochenende und unter der Woche z’Wean. Oder die halbe Woche in Schärding und die andere Hälfte z’Uttendorf. Oder z’Braunau oder… Das ist nicht immer ganz einfach, für alle Beteiligten. Ich kenn das auch, ich hab bevor ich ins Innviertel zurückgekommen bin auch an zwei Orten gelebt. Und ihr? Fühlt’s ihr euch auch grad an zwei Orten dahoam? Und denkt’s Euch, da sollten man sich doch mal genauer anschauen?

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Genau das haben sich nämlich die Menschen vom Regionalmanagement Innviertel Hausruck gedacht und das Projekt „Multilokalität-vom Leben dazwischen“ ins Leben gerufen.

Dahoam sein an mehreren Orten

Die Meisten von uns werden bei Mulitlokalität vor allem zuerst an den Klassiker denken: jemand geht wegen der Ausbildung (meist) in eine Stadt. Aber das ist natürlich nicht alles. Auch Menschen mit Zweitwohnungen in einem anderen Ort, Menschen die irgendwo einen Dauercampingplatz bewohnen, Menschen, die auf Saison arbeiten, Menschen, die auf Montage fahren, Menschen die Familienmitglieder an einem anderen Ort betreuen und noch viele viele andere leben (zumindest eine gewisse Zeit) multilokal.

Und spätestens, wenn man in eine andere Stadt zieht, macht man sich Gedanken, wie man das Leben am ersten und zweiten Heimatort miteinander vereinbaren kann. Wie ist das mit Freundschaften? Wer kümmert sich um meinen Garten? Wie geht sich das mit den Musi-Proben aus? Oder auch andersherum wenn ich neu in eine Gegend komme: Wie finde ich neue Freunde? Welche Aktivitäten gibt’s überhaupt unter der Woche? Wer stellt mir am Mittwoch die Mülltonne hinaus, wenn ich nicht da bin?

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Stefanie und Sandra vom Regionalmanagement Innviertel Hausruck, die Multilokalität auch aus eigener Erfahrung kennen.

All diese Fragen (und noch einige mehr) wollen Stefanie und Sandra vom Regionalmanagement gemeinsam mit multilokal Lebenden aus dem Innviertel aber auch an dem Thema Interessierten klären. Wohin die Reise geht ist noch recht offen, denn bei diesem Projekt handelt es sich um ein Agenda 21 Projekt – ihr wisst’s schon, das mit der Bürgerbeteiligung zur nachhaltigen Entwicklung.

Ein paar Grundgedanken gibt’s natürlich aber schon:

Was bringt das Projekt?

Aus diesem Projekt soll einerseits für die Gemeinden im Innviertel etwas entstehen, nämlich dass sie sich den Bedürfnissen und Anforderungen von Mulilokalen bewusst werden und besser darauf eingehen können (gut, davon haben jetzt auch die Multilokalen was) und so auch das Potential und das Wissen, das diese Menschen besitzen, besser für die Gemeinde selbst nutzen zu können.

Andererseits soll für die Multilokalen ein Netzwerk entstehen, das nicht nur die Möglichkeit eines Austausches mit Menschen in ähnlicher Lebenssituation bietet, sondern (auch neuen oder zukünftigen) Multilokalen als Andockstelle dienen soll. Es soll gegenseitige Unterstützung bieten, die Möglichkeit voneinander zu lernen und spezielle Themen anzusprechen.

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„Wien ist mein Studienort, in Straßburg absolviere ich derzeit ein Praktikum und dazwischen liegt das Innviertel, dort liegen meine Wurzeln, dort engagiere ich mich kulturell und arbeite freiberuflich für eine Werbeagentur. So erlebe ich meine Multilokalität.“ Verena aus Suben, Projektunterstützerin

Die Multilokale Mosauerin

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es ganz und gar nicht leicht ist, sich an zwei Orten dahoam zu fühlen. Dass es manchmal sogar richtig anstrengend sein kann, wenn Menschen an unterschiedlichen Orte Ansprüche an einen stellen.

Weil ich zu dem Zeitpunkt, als ich begonnen habe wirklich multilokal zu leben, hier im Innviertel nicht mehr allzuviele soziale Kontakte hatte, habe ich für meinen Teil damit angefangen, fremde Menschen zu mir zum Essen zu mit einzuladen. (So sind die Bratl-Partien bei der Mosauerin überhaupt erst entstanden) Aber das ist vielleicht auch nicht jedermans Sache… Für mich hat’s aber gut funktioniert und ich hab die unterschiedlichsten Menschen kennen lernen dürfen.

Rückblickend betrachtet wär für mich aber vieles einfacher gewesen, hätte es damals so ein Netzwerk schon gegeben und hätte ich mich mit anderen Multilokalen – und ich finde übrigens wir brauchen da ein etwas hübscheres und weniger holpriges Wort dafür – austauschen können.

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Ein Bild aus den Anfangstagen der Mosauerischen Multilokalität. Hätte es das Projekt damals schon gegeben, hätte ich mir vielleicht bei einigen Dingen leichter getan. 

Multilokalität entdecken

Eine Möglichkeit zum Kennenlernen des Projektes haben Multilokale oder an dem Thema Interessierte schon am…

13. April 2019 um 09:00

beim

Projekt Brunch

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bei

Erni kocht
Brunnwiesstrasse 1
4786 Brunnenthal

Da geht’s mal um ein erstes Zusammentreffen und Kennenlernen des Projektes aber auch schon von Gleichgesinnten und anderen Multilokalen in der Region. Jede/r kann sich in das Projekt einbringen mit den Ressourcen, die er oder sie hat und nur weil man beim Projektbrunch dabei ist, geht man keine Verpflichtung ein.

Anmelden zum Projektbrunch kannst Du dich bei Verena Obermaier unter verena.obermaier@rmooe.at

Weils aus dem Großraum Braunau nach Brunnenthal auch a bissi a broader Weg ist,  gibt’s die Möglichkeit gemeinsam mit anzureisen, es gibt Mitfahrgelegenheiten ab:
Lengau – Teichstätt Bahnhof, 07:30
Mattighofen – Parkplatz Wasseracker, 07:45
Braunau – Parkplatz Filzmoserwiese, 08:15
Altheim – Parkplatz Gemeindeamt, 08:30
Reichersberg – Parkplatz Raiba, 08:40
Zustiegswünsche bitte bei Anmeldung bekanntgeben

…und wann ich’s aufdasteh, dann kimm i do ah hin! 😉

Dieser Blogbeitrag entstand im Auftrag von:
Regionalmanagement Innviertel Hausruck

Mehr Infos & Links:

mosauerin innviertel blog multilokalität
Link zur Webseite des Projekts

 

 

 

mosauerin innviertel blog multilokalität
Link zur Inn Salzach Euregio

 

 

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Link zum Webseite der Agenda 21 Netzwerk Oberösterreich

 

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